Kollegenschelte: PKV-Wechsel mit 55 Das ist die wohl schlechteste Versicherungsmaklerin Deutschlands

Eine Tanzveranstaltung für die Generation Ü55 in Berlin: In diesem Alter sollte man die PKV nicht mehr wechseln, erst recht nicht, wenn Vorerkrankungen bestehen. Foto: Getty Image

Eine Tanzveranstaltung für die Generation Ü55 in Berlin: In diesem Alter sollte man die PKV nicht mehr wechseln, erst recht nicht, wenn Vorerkrankungen bestehen. Foto: Getty Image

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Der auf BU- und PKV-Versicherungen spezialisierte Makler Sven Hennig steht seinen Berufskollegen gerne mit fachkundigen Ratschlägen zur Seite. Außer in seinem jüngsten Blog-Eintrag. Hier teilt er ordentlich gegen eine nicht namentlich genannte Maklerin aus. Und das zu Recht. 

„Warum Sie jetzt Ihren Vertreter oder Makler vor die Tür setzen sollten, schnell!“, so lautet der Titel von Hennigs Beitrag. Ein Konkurrenzkampf mit harten Bandagen? Nicht ganz. Denn der Fall, den Hennig in seinem Blog schildert, ist wirklich haarsträubend.

Der Fall

Eine Angestellte trat mit 45 Jahren in die private Krankenversicherung (PKV) ein. Ihr Tarif enthielt Wahlleistungen im Krankenhaus (Zweibettzimmer und die chefärztliche Behandlung) sowie ein Krankengeld von 100 Euro pro Tag. Nach zehn Jahren erhöhte der Versicherer die Prämie um 110 Euro - und die nunmehr 55 Jahre alte Frau sah sich nach günstigeren Möglichkeiten um.

Und sie wurde fündig. Nach kurzer Internet-Recherche wurde die Frau von einer Maklerin kontaktiert, die ihr eine Ersparnis von 138 Euro in Aussicht stellte. Dass der neue Tarif laut Hennig in „mindestens 40 Punkten“ schlechter als der alte war, verschwieg die Beraterin. Außerdem wechselte die Kundin mit dem neuen Vertrag aus der alten „Bisexwelt“ in die neue „Unisexwelt“ und verlor nebenbei das Umwandlungsrecht in den Standardtarif sowie ihre Altersrückstellungen.