Kundenbewertungen: Fünf Sterne für den Berater

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Mit der Neukunden-Akquise im Internet kennt sich Marco Mahling aus. „Ich habe mich überall dort angemeldet, wo selbstständige Finanzberater ein Profil haben können“, sagt der auf Altersvorsorge und Kapitalanlagen spezialisierte Makler, der Büros in Eichstätt und München unterhält. Positive Erfahrungen hat er dabei vor allem bei Whofinance gesammelt.

„Seit ich dort im Ranking nach oben geklettert bin, erhalte ich mehr und qualifiziertere Anfragen von Neukunden“, sagt Mahling. Derzeit verzeichnet er etwa fünf qualifizierte Anfragen pro Monat – mehr als seine 2.100 ebenfalls bei Whofinance angemeldeten, aber weniger häufig bewerteten Kollegen.

Auf monatlich zwei dieser Leads genannten Erstkontakte kommt Klaus-J. Thiel, Inhaber von Finance Protection und ebenfalls einer der top-gerankten Berater der 2007 gegründeten Internet Plattform. „Dabei ist die Stornoquote weit geringer als bei Produktvergleichsportalen oder Lead-Börsen“, so der Münchner Finanz- und Investmentberater.

Unabhängig von der Art der Anfrage stellt Whofinance für einen weitergeleiteten Kontakt pauschal 90 Euro in Rechnung. Bei Censum, einem vor zwölf Monaten gestarteten Start-up mit ähnlichem Konzept, sind es 79 Euro.

Empfehlung per Portal

Das ist ein hoher Preis, wenn es bei der Anfrage nur um eine Haftpflicht- oder Kfz-Police geht. Doch den Anbietern zufolge sucht der überwiegende Teil der Interessenten ein Angebot im Bereich Altersvorsorge, Immobilienfinanzierung oder der bei einem Abschluss besonders provisionsträchtigen privaten Krankenversicherung.

„Aus 80 Prozent der Anfragen entsteht Geschäft“, so Mustafa Behan, Geschäftsführer von Whofinance. „Wir liefern dem Berater einen neuen Kunden. Für das Cross-Selling-Potenzial ist er selbst zuständig“, ergänzt Censum-Geschäftsführer Mark Möller, der neben Neukundenkontakten auch bereits fertig vereinbarte Kundentermine anbietet.

Im Prinzip existieren zwei Arten von Bewertungsportalen. Auf der einen Seite gibt es breit gefasste Empfehlungsportale wie Qype, wo sich Finanzberater in der Sparte „Dienstleistungen“ neben Schlüsseldiensten, Gartencentern und Schnellreinigungen wiederfinden. Diese brauchen Traffic, denn sie leben meist von Werbung und sind auf eine optimale Platzierung bei Google angewiesen.

Auf der anderen Seite stehen Anbieter, die sich auf Finanzdienstleistungen spezialisiert haben und eher qualitativ hochwertige Berater anziehen. Sie sind meist werbefrei und finanzieren sich über den Verkauf von Kundenanfragen an Berater.