Mischfonds MainFirst Absolute Return Multi Asset „Wir halten Aktien für die attraktivste Anlageklasse“

Sowjetischer Pianist Sviatoslav Richter (1915 - 1997), circa 1965. Ein gutes Gespür für harmonische Akkorde bei Assetklassen beweist das Fondsmanagement von MainFirst. Foto: Getty Images

Sowjetischer Pianist Sviatoslav Richter (1915 - 1997), circa 1965. Ein gutes Gespür für harmonische Akkorde bei Assetklassen beweist das Fondsmanagement von MainFirst. Foto: Getty Images

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Die Digitalisierung wirkt sich auf viele Bereiche der Wirtschaft aus, erklärt Adrian Daniel, Manager des MainFirst Absolute Return Multi Asset Fund. Allgemein bekannt ist, dass Online-Händler wie Amazon von einer Veränderung des Konsumverhaltens hin zum Internet profitieren. Es gibt aber noch weitergehende Entwicklungen, die absehbar sind: Beispielsweise führt die häufige Nutzung von Smartphones oder Tablets schon in jungen Jahren zu einer höheren Brillennachfrage. „Studien zeigen, dass in entwickelten Ländern der Anteil von Kindern, die eine Brille benötigen, dynamisch wächst“, so Daniel. Im Portfolio setzt er daher auf den französischen Brillenhersteller Essilor.

Solche langfristigen Anlagethemen spielen bei der Titelauswahl für den Mischfonds mit Absolute-Return-Ansatz eine zentrale Rolle. „Im Kernportfolio wollen wir uns vom Auf und Ab der Wirtschaft abkoppeln und langfristig gut investiert sein“, erklärt Daniel. Das Fondsvermögen legt er in eine Mischung aus unterschiedlichen Anlageklassen an, wobei die Aktienquote auf 50 Prozent beschränkt ist. Staats- und Unternehmensanleihen hoher Qualität tragen zum laufenden Ertrag bei.

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Währungsengagements geht Daniel bewusst ein, bei Bedarf sichert er die Risiken ab. Der Fremdwährungsanteil darf 30 Prozent nicht überschreiten. Nicht-physische Rohstoffanlagen könnte er bis zu 20 Prozent beimischen, sie spielen zurzeit aber keine Rolle. Der Schwerpunkt des Absolute Return Multi Asset Fund liegt aktuell auf Europa. Zurzeit sind dort rund zwei Drittel des Portfolios investiert. Der Fondsmanager sucht aber auch weltweit nach guten Anlagemöglichkeiten und mischt diese bei. Das Risiko im Kernportfolio des Fonds soll über eine gute Anlagemischung gestreut werden.

Das reicht Daniel allerdings nicht: „Gerade in Abwärtsphasen korrelieren die Anlageklassen sehr stark. Man hat dann nicht mehr die gewünschten Streuungseffekte, die sich aus der historischen Berechnung ergeben.“ Die größten Risiken der Strategie – die Aktien- und Währungsrisiken – sichert er daher bei Bedarf über Index-Futures ab.