Ombudsmann berichtet Kaum Klagen über BU-Versicherungen

 Zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2016 gingen beim Ombudsmann für Versicherungen insgesamt 8.217 Beschwerden gegen Versicherer und 154 Beschwerden gegen Vermittler ein. Das zeigt der Tätigkeitsbericht 2016 der Verbraucherschlichtungsstelle. Da die Schlichtungsstelle ihr Verfahren zu Beschwerde-Erfassung im August 2016 veränderte, wurden die vor diesem Zeitpunkt eingegangenen Beschwerden in der aktuellen Statistik nicht berücksichtigt.

Von den 8.217 eingegangenen Beschwerden nach der Verfahrensordnung des Versicherungsombudsmanns (VomVO), die sich also gegen die Gesellschaften richteten, wurden 1.425 als unzulässig abgewiesen. 3.700 wurden bereits bearbeitet, weitere 3.092 befanden sich am 31. Dezember 2016 noch in Bearbeitung.

Von den 154 Beschwerden im Zusammenhang mit der Vermittlung von Versicherungsverträgen (VermVO) befand der Ombudsmann mehr als die Hälfte (83) für unzulässig. 27 wurden zum 31. Dezember 2016 bereits bearbeitet, 44 befanden sich in Bearbeitung.

Die meisten Beschwerden gegen Versicherer betrafen die Rechtschutzversicherung, gefolgt von der Lebensversicherung. Bei den Vermittler-Beschwerden stellen LV-Verträge das mit Abstand häufigste Thema dar.

Besonders wenig Beschwerden gegen Versicherer und Vermittler gingen hingegen im BU-Bereich ein - ein überraschendes Ergebnis vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die angeblich schlechten Leistungsquoten der BU-Anbieter.