Schwellenländer auf Shoppingtour: Nordea kauft mit

Leon Svejgaard Pedersen, Nordea

Leon Svejgaard Pedersen, Nordea

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Der reichste Mann der Welt kommt … nicht aus den USA, sondern aus Mexiko. Mit rund 500 Millionen Dollar mehr auf dem Konto zog Carlos Slim Helu 2009 an Microsoft-Gründer Bill Gates vorbei, der 53 Milliarden Dollar sein Eigen nennt.

Diese Entwicklung ist bezeichnend, denn sie ist ein Indiz dafür, dass der Wohlstand in vielen Schwellenländern zunimmt. Das belegt auch die zunehmende Zahl an Superreichen aus diesen Ländern. Allein in China gab es im vergangenen Jahr 27 Milliardäre mehr als 2008. Mit 64 stellt das Land nach den USA mittlerweile die meisten Reichen der Superliga.

Auch andere Zahlen belegen den Trend zu mehr Wohlstand in den Schwellenländern: So ergab eine Analyse der Weltbank, dass jährlich 70 bis 80 Millionen Menschen in diesen Ländern in die Mittelklasse aufsteigen.

Nordea greift den Trend auf

Das bleibt nicht ohne Folgen für das Konsumverhalten in den Emerging Markets – eine Tatsache, die von Fondsgesellschaften wie etwa Nordea aufgegriffen wurde: „Die weltweite Nachfrage verschiebt sich zunehmend in die Regionen, wo die globalen Konzerne ein enormes Potenzial an neuen Konsumenten erschließen können“, sagt Dan Sauer, Deutschland-Chef von Nordea.

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Die Auflegung des Emerging Consumer Fund im November 2008 (siehe Interview auf Seite 3) sei damit nur konsequent und alles andere als die Reaktion auf einen kurzlebigen Trend gewesen.

„Im Jahr 2030 wird der Anteil der Mittelklasse an der Weltbevölkerung bei 16,1 Prozent liegen und damit mehr als doppelt so hoch sein wie 2000. Es handelt sich somit nicht bloß um ein Modethema“, so der Geschäftsführer von Nordea Fonds Services.

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Auch Fonds mit regionalem Schwerpunkt im Angebot

Die Gesellschaft spielt den Trend auch über Produkte mit regionalem Schwerpunkt, die vor Ort von externen Vermögensverwaltern gemanagt werden, darunter der Far Eastern Equity Fund.

Der von Tokio Marine Asset Management betreute Fonds ist aktuell mit 15 Prozent des Portfolios in Konsumtiteln wie Samsung Electronics investiert.

Der ebenfalls von einer Investmentboutique – Itaú Unibanco Asset Management – gemanagte Latin American Equity Fund hält rund ein Fünftel des Fondsvermögens in Konsumaktien wie  FEMSA,  Lateinamerikas größter Getränkehersteller.