Standardisierte Vermögensverwaltung Bei Beträgen unter 250.000 Euro setzen sich Robo-Advisor durch

Rudolf Geyer ist Sprecher der Ebase-Geschäftsführung.

Rudolf Geyer ist Sprecher der Ebase-Geschäftsführung.

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Die B2B-Direktbank Ebase hat den Branchentrend Fintech als neues Geschäftsfeld entwickelt und bietet sich den jungen Unternehmen als Bankpartner an. Im Bereich Geldanlage arbeitet Ebase derzeit mit Moneymeets, Easyfolio und Cashboard zusammen, zitiert Citywire Deutschland den Sprecher der Ebase-Geschäftsführung.

Und im zweiten Quartal dieses Jahres sollen drei weitere Partnerschaften starten, berichtet Rudolf Geyer. Aber auch in Eigenregie ist Ebase im Markt für Robo-Advisor präsent: Ebase bietet Beratern die digitale Vermögensverwaltung Fintego an, die aus der gemeinsamen Entwicklung mit der Scout24 Gruppe stammt.

Fintego war bei seiner Entwicklung vor drei Jahren „ursprünglich auf die Zielgruppe der 30- bis 50-Jährigen ausgerichtet“, berichtet Geyer. „Später hat sich herausgestellt, dass die Kunden, die wir gewonnen hatten, eher aus der Zielgruppe der 50-bis 70-Jährigen stammen.“ Diese Erfahrung werde von vielen Geldanlage-Fintechs geteilt.

„Kaum Kunden von Vermögensverwaltern“


Abgeworben wurden die Neukunden der digitalen Vermögensverwaltung vor allem von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken. „Von Vermögensverwaltern selbst kommen kaum Kunden“, so Geyer weiter. „Viele Kunden versuchen erst eine ‚Probefahrt‘ mit kleineren Beträgen, bei der sich der neue Anbieter beweisen muss.“

„Wir erwarten, dass sich bei Beträgen unter 250.000 Euro verstärkt die standardisierte Vermögensverwaltung durchsetzen wird und dies zunehmend auch im Rahmen eines digitalen Angebots.“ Denn je geringer die Beträge sind und je einfacher das Kundenbedürfnis sei, umso eher lasse sich die Vermögensverwaltung digitalisieren.

Ängsten vor einem massenhaften Arbeitsplatzverlust entgegnet Geyer: „Der Faktor Mensch wird bleiben.“ Allerdings würden die Mitarbeiter der Finanzbranche künftig an anderer Stelle eingesetzt. Nicht ohne Grund seien auf den Internetseiten der Anbieter Personen genannt, die dem Kunden auf Wunsch über verschiedene Kanäle wie Telefon, Chat oder Video beratend zur Seite stehen.

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