Studie Pictet Asset Management Das Dilemma der Anleger

High-Tech-Kunstinstallation im Mai 2017 in Istanbul, Türkei. Der Künstler Refik Anadol nutzt künstliche Intelligenz, um rund zwei  Millionen historische osmanische Dokumente zu visualisieren | © Getty Images

High-Tech-Kunstinstallation im Mai 2017 in Istanbul, Türkei. Der Künstler Refik Anadol nutzt künstliche Intelligenz, um rund zwei Millionen historische osmanische Dokumente zu visualisieren Foto: Getty Images

In den kommenden fünf Jahren werden die Anleger vor einem Dilemma stehen: entweder weiterhin auf traditionelle Anlagen setzen und niedrigere Erträge in Kauf nehmen oder bekannte Pfade verlassen und höhere Risiken eingehen. Die zweite Möglichkeit betrachten wir als die bessere Wahl. Die technologische Revolution ist dabei ein Grund für Optimismus.

Anleihen und Aktien aus wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern werden nicht mehr unbedingt von der großzügigen Haltung der Zentralbanken profitieren können, sondern dürften mit schleppendem Wachstum, Veränderungen der politischen Landschaft und hartnäckiger öffentlicher Verschuldung zu kämpfen haben. Und als ob das nicht genug wäre, haben die Bewertungen von Industrieländeraktien und -anleihen in vielen Fällen bereits historische Höchstwerte erreicht.

Demgegenüber haben Anleger, die sich in weniger bekannte Gefilde vorwagen, bessere Aussichten. Anlagen in Schwellenmärkten scheinen nach den letzten fünf schwierigen Jahren wieder in besserer Verfassung zu sein als Anlagen in Industrieländern. Schwellenländer profitieren von besseren Wirtschaftsaussichten, institutionellen Reformen und niedrigeren Bewertungen. Eine Abschwächung des Dollars würde zusätzlichen Auftrieb geben.

Neue Anlagechancen abseits des Mainstreams

Alternative Anlagen wie Hedgefonds und Nicht-Öl-Rohstoffe – deren Erträge wenig mit jenen von Aktien und Anleihen korrelieren – sollten ebenfalls mit einem größeren Anteil in den Portfolios der Anleger vertreten sein.

Eine weitere erfolgreiche Anlagestrategie ist die Sektorallokation – Kapital in jene Industrien investieren, die schneller wachsen als die breite Wirtschaft. Industrien, die von den technologischen Veränderungen profitieren, halten wir für besonders interessant. Selbst wenn die Weltproduktion in den kommenden fünf Jahren nur unterdurchschnittlich schnell steigt, müssen Anleger sich jedoch keine allzu großen Sorgen machen: Der technologische Fortschritt dürfte eine Belebung mit sich bringen.

Die exponentielle Zunahme der Rechenleistung, die umfangreiche Datengenerierung und die verbesserte weltweite Vernetzung gehören zu den technologischen Trends, die die Investmentlandschaft umwälzen. So entfallen bereits rund 5 Prozent der Weltproduktion und 2 Prozent der Arbeitsplätze auf die digitale Wirtschaft; zudem wächst diese drei Mal schneller als der Rest der Weltwirtschaft*.

Das heisst nicht, dass diese technologischen Veränderungen stark genug sein werden, um den Rückgang der Arbeitsproduktivität umzukehren. Sie werden vielmehr einen sehr konzentrierten Einfluss haben und einer kleinen Anzahl von Schwellenländern Auftrieb geben sowie neue Anlagechancen abseits des Mainstreams schaffen.

Wenn Sie mehr über den langfristigen Ausblick von Pictet Asset Management erfahren möchten, füllen Sie bitte die Angaben aus, um die Studie herunterzuladen.

* Quelle: Internationaler Währungsfonds, Weltwirtschaftsforum, Weltbankbericht über digitale Dividenden von 2016