Trotz Leerstand Knappes Angebot an Büro-Flächen für Brexit-Banken in Frankfurt

Das Frankfurter Finanzzentrum: Im Zuge des Brexit suchen britische Banken verstärkt Immobilien in der deutschen Finanzmetropole | © Getty Images

Das Frankfurter Finanzzentrum: Im Zuge des Brexit suchen britische Banken verstärkt Immobilien in der deutschen Finanzmetropole Foto: Getty Images

„Nicht zuletzt wegen des Brexit schauen sich derzeit mehrere internationale Großbanken in Frankfurt nach Büros um. Teilweise werden dabei Flächen von über 10.000 Quadratmetern nachgefragt“, sagt Benjamin Remy, der bei Savills für das Büro-Vermietungsgeschäft in Frankfurt verantwortlich ist, in einem Interview mit Bloomberg „Bei genauerem Blick stellt sich heraus, dass es gar nicht so viele geeignete Objekte für Banken gibt.“

Erst in dieser Woche war eine hochwertige Bürofläche aus dem Angebot der Makler verschwunden. Die Bundesbank unterzeichnete einen neuen zehnjährigen Mietvertrag für 7000 Quadratmeter im Frankfurter Trianon-Hochhaus.

Savills hatte bei der Untersuchung zu verfügbaren Büros im Bankenviertel große zusammenhängende Flächen berücksichtigt, die wegen des Auszugs von Alt-Mietern oder wegen eines Neubaus auf dem Markt sind.

Lediglich 6 hochwertige Immobilien

In seiner Analyse identifiziert das Unternehmen für dieses Jahr lediglich sechs hochwertige Immobilien mit freien Flächen von mehr als 10.000 Quadratmetern, die für potenzielle Mieter zur Verfügung stehen und sich in zentraler Innenstadt-Lage in Frankfurt befinden. Hinzu kommen drei weitere Objekte mit einem Angebot zwischen 5000 Quadratmetern und 10.000 Quadratmetern.

Für 2018 berücksichtigt das Unternehmen drei zusätzliche Immobilien mit einem Leerstand von 8000 Quadratmetern, 11.500 Quadratmetern und 44.000 Quadratmetern. Erst ein Jahr später dürften demnach drei Objekte mit verfügbaren Flächen von fast 100.000 Quadratmetern hinzukommen.