Verbraucherschutz Wann sind die Deutschen überversichert? Und wer bestimmt das?

Screenshot aus der <a href=' http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/uebersicht-risikoleben-100.html' target='_blank'>WDR-Sendung „Quarks & Co“</a> mit Ranga Yogeshwar | © WDR-Mediathek

Screenshot aus der WDR-Sendung „Quarks & Co“ mit Ranga Yogeshwar Foto: WDR-Mediathek

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Sechs Versicherungsverträge besitzt jeder Bundesbürger im Durchschnitt, rechnet der Bund der Versicherten (BdV) aktuell vor. Dafür gibt der Durchschnittsdeutsche demnach rund 2.200 Euro im Jahr aus. Ob dieses Geld aber auch sinnvoll in Versicherungsschutz investiert wird, sollen Verbraucher mit der neuen BdV-App „BedarfsCheck“ prüfen können.

„Nach unserer Erfahrung haben 90 Prozent aller Haushalte entweder überflüssige Verträge, zu teure Versicherungen oder es fehlt wichtiger Versicherungsschutz“, erklärt BdV-Sprecherin Bianca Boss. Der App-Service (Download für iOS bzw. Android) soll den Kunden daher als erste Orientierung dienen, ob Verträge überflüssig sind.

In 3 Klicks zum Versicherungsbedarf?

Nachdem wir Anfang vorigen Jahres über die Desktop-Version des BdV-Checks (Grafik links: BdV) berichtet hatten, erreichten uns Kommentare von Praktikern, die den Aussagewert der Schnellanalyse anzweifelten. „In 3 Klicks zum Bedarf. Wenn alles so einfach wäre“, schrieb zum Beispiel Leser Martin Overrath.

Noch deutlicher wurde Leser Nils Fischer: „Grober Unfug, der sofort verboten gehört“, so sein Kommentar des Selbsttests für Versicherungskunden, die von vielen Verbraucherschützern erfahrungsgemäß sehr schlecht beraten würden: „Hier wird Geld verbrannt!“