Wisdom-Tree-Experte Erdöl könnte wieder Höchststände erreichen

Nizam Hamid, ETF-Stratege bei Wisdom Tree

Nizam Hamid, ETF-Stratege bei Wisdom Tree

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Die Preise waren in den vergangenen Wochen zurückgekommen, nachdem die jüngsten Statistiken der US-Ölschieferindustrie einen weiteren Produktionsanstieg angezeigt hatten. Die steigenden Fördermengen an Ölschiefer haben den Ölpreis unter die Marke von 50 US-Dollar je Barrel gedrückt. Damit verringerten sich wieder die Zugewinne, welche aus dem jüngsten Schritt der OPEC resultierten, ihre Produktionsmengen zu drosseln.

Ende 2016 hatten sich die OPEC-Mitgliedstaaten darauf verständigt, erstmals seit acht Jahren ihren Output zurückzufahren, nachdem sie sich der Bereitschaft von Nicht-Mitgliedstaaten einschließlich Russland versichert hatten, denselben Schritt zu vollziehen.

Diese Maßnahmen ließen den Preis für Rohöl der Marke Brent um fast 30 Prozent in die Höhe schnellen, ehe ein Ausverkauf den Sektor im März erneut traf, weil Ölschieferproduzenten in den USA ihre Beschränkungen wieder aufgaben.

Die Ereignisse des vergangenen Jahres könnten sich als Folge des nächsten OPEC-Treffens wiederholen. Die jüngsten Bewegungen deuten darauf hin, dass der Ölpreis im Vorfeld des OPEC-Treffens volatil und von Stimmungsumschwüngen im Hinblick auf weitere Kürzungen der Fördermengen abhängig bleibt. Was eine mögliche Preiserholung angeht, könnte ein positiver Ausgang des Treffens in einer Bandbreite von 50 bis 55 US-Dollar je Barrel resultieren. Eine Schwäche der Organisation im Sinne einer mangelnden Einigung könnte jedoch einen Preisverfall auf bis zu 40 US-Dollar je Barrel auslösen.