Die Fonds-Favoriten der Top-Vermögensverwalter Michael Stegmüller empfiehlt den Alegra High Grade ABS Fund

Michael Stegmüller, Vorstand Performance IMC

Michael Stegmüller, Vorstand Performance IMC

Ohne ABS würde sich heute kaum einer ins Auto setzen, aber die meisten meiden diese Drei-Buchstaben-Konstellation innerhalb Ihrer Portfoliostruktur. Ein nicht ganz ernst gemeinter Vergleich, gewiss. Doch er zeigt auf, wie allergisch viele Anleger knapp zehn Jahre nach dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase noch immer auf Asset Backed Securities, Collateralized Loan Obligations, kurz CLO, und andere verbriefte Forderungen reagieren.

Eine Einstellung, die wir in keiner Weise teilen – Im Gegenteil. Seit über elf Jahren sind wir mit Produkten der Gesellschaft Alegra Capital in diesem Bereich investiert und betrachten dies als einen ganz wesentlichen Teil unserer strategischen Allokation. Gerade heute sollten Anleger sich dem Thema mehr denn je nähern, da es eine der wenigen Lösungen auf der Rentenseite in Hinblick auf Zinsänderungsrisiken darstellt: Variabel verzinsliche CLO-Obligationen bieten unserer Meinung nach einen vorzüglichen Schutz gegen Zinsänderungsrisiken, da die Verzinsungen in der Regel auf den Drei- oder Sechs-Monats-Zinssätzen des Euribor basieren.

Durch die Verbriefungs-Struktur sind Anleger zudem gerade im Investment-Grade-Bereich auch hervorragend vor Ausfällen geschützt: Gemäß einer kürzlich veröffentlichten Studie der Ratingagentur Standard and Poor’s haben in den vergangenen 15 Jahren von 1.775 emittierten CLO-Tranchen gerade einmal zwei Tranchen, welche von Beginn weg als Sub-Investmentgrade eingestuft waren, einen Teilausfall erlitten. Im Investment-Grade Bereich ist noch keine einzige Tranche ausgefallen, auch nicht während der heftigen Kreditkrise in den Jahren 2008 und 2009. Diese Ausfallrate von gerade einmal 0,11 Prozent in 15 Jahren ist bedeutend niedriger als bei normalen Unternehmensanleihen.

CLO-Manager haben direkten Zugang zu Konsortialbanken und damit zur Kreditquelle. Aus einer Fülle von überwiegend erstrangig besicherten Bankkrediten wählen sie die ihrer Einschätzung nach attraktivsten Darlehen aus. Es handelt sich dabei also keineswegs um faule Kredite, die geschmackvoll verpackt auf den Markt geworfen werden. Dieses Vorurteil lässt sich leicht wiederlegen, denn bei den CLOs herrscht volle Transparenz: In monatlichen Reports wird der Schuldner jedes einzelnen Kredites aufgelistet.

Jeder einzelne CLO muss dabei verschiedene Tests bestehen, damit Zinsen an die nachrangigen CLO-Tranchen ausbezahlt werden. Das erhöht den Schutz der höheren Bonitätsklassen noch einmal weiter. Die geltenden regulatorischen Bestimmungen verlangen zudem erhebliche Selbstbeteiligungen der jeweiligen CLO-Manager, welche somit selber im Risiko stehen.

Im Investment-Grade Bereich von BBB-Bonitäten liegt der Schutz durch die nachrangigen CLO-Tranchen heute bei circa 20 Prozent des gesamten Kreditportfolios. Da bei einem Ausfall eines Einzelkredits aufgrund der vorrangigen Besicherung im Durchschnitt über 65 Prozent des Kreditbetrags zurückbezahlt werden (Recovery Rate), verliert ein CLO bei einem einzelnen Kreditausfall im Normalfall nur 35 Prozent des investierten Betrags.

Somit können selbst bei einer tiefen Recovery Rate von nur 50 Prozent theoretisch über 40 Prozent des diversifizierten Kreditportfolios ausfallen, bevor die Rückzahlung der CLO-Tranche gefährdet ist. Das muss man sich einmal plastisch vorstellen: Um die Rückzahlung einer BBB-Tranche zu gefährden, müssen wir in Szenarien denken, die drastischer sind als die große Depression in den 30er Jahren.

Ein CLO-Fonds wie das Ucits-Produkt Alegra High Grade ABS Fund wird von entsprechend geschulten Spezialisten verwaltet. Diese sind nahe am Markt und verstehen die Strukturen bis in jedes Detail. Zudem ist der Markt auf institutionelle Investoren ausgerichtet, die typische Handelsgröße liegt zwischen 3 und 5 Millionen Euro. Um ein vernünftig diversifiziertes Portfolio zu bekommen, müsste ein einzelner Investor also um die 50 Millionen Euro anlegen.

Der Fonds ist überaus breit diversifiziert. Er enthält über 30 einzelne CLOs, die wiederum jeweils aus 50 bis 70 Einzelkrediten bestehen. Manager wie Alegra Capital greifen zudem über ihr eigenes Risiko-Management-System alle relevanten Parameter der CLO-Transaktionen und der unterliegenden Kredite ab und verfolgen diese laufend.

Die Renditen von CLOs waren in den vergangenen drei Jahren dauerhaft höher als bei Direkt-Investitionen in Unternehmenskredite oder bei Unternehmensanleihen gleicher Bonitätsstruktur. CLO-Tranchen im Bereich Investment Grade erzielen aktuell je nach Rating einen Spread von 1,5 bis 3,0 Prozent über vergleichbaren Investment-Grade-Anleihen – bei nahezu gleich niedrigem Risiko.

Wir haben uns schon sehr früh für diese Art Investments interessiert und ausführlich mit den Möglichkeiten und Risiken beschäftigt. Schon damals kamen wir zu dem Ergebnis, dass man mit ihnen ein besseres Ertragsprofil erreichen kann, ohne die Risikostruktur zu verändern. Das hat uns damals überzeugt, und es überzeugt uns noch heute. Zumal die Manager des Alegra High Grade ABS Fund die vergangene Kreditkrise erfolgreich überstanden haben.

Natürlich unterliegt der Fonds den üblichen Schwankungen im Markt. Wer jedoch entsprechend Geduld und ruhige Hände hat, wurde historisch gesehen immer belohnt. Im laufenden Jahr (Ende November) weist der Alegra High Grade ABS Fund eine Performance von 3,8 Prozent aus, damit liegt er komfortabel im Zielrendite-Band von 3 bis 4 Prozent. Das ist deutlich mehr als das, was man sonst in diesem Risikobereich erwarten kann.

Über Performance IMC: Die im Jahr 2000 gegründete bankenunabhängige und inhabergeführte Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Mannheim, weitere Büros gibt es in Frankfurt, München, Köln, Bonn und Heidelberg. Neben der traditionellen Vermögensverwaltung bietet das Unternehmen an den Standorten Frankfurt und München auch Family-Office-Dienstleistungen an.

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