ETF Lower for Longer

Rolltreppe: Im zweiten Quartal 2016 wiesen zehn Prozent aller Anleihen negative Renditen auf. | © UBS

Rolltreppe: Im zweiten Quartal 2016 wiesen zehn Prozent aller Anleihen negative Renditen auf. Foto: UBS

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Kurz gesagt: „Doch, kann es.“ Machen Sie sich einfach die Lage bewusst.

Die letzten beiden Jahrzehnte waren durch außerordentliche Zinssenkungen in allen großen Industrieländern geprägt. Die quantitativen Lockerungsmaßnahmen, die die Regierungen seit Ausbruch der Finanzkrise durchführen, haben die Anleiherenditen auf historische Tiefstwerte gedrückt: In der Schweiz, Japan und Deutschland sind die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sogar negativ. Der Brexit bedeutet weiteren Abwärtsdruck, da die Notenbanken angekündigt haben, ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern.

Mit der Ausweitung der Programme zur quantitativen Lockerung sind die Anleiherenditen über die gesamte Laufzeitstruktur und Kreditkurve hinweg zurückgegangen. Heute erwirtschaftet nur noch weniger als ein Drittel aller Anleihen, gemessen an ihrem wertmäßigen Marktanteil, mehr als drei Prozent Rendite pro Jahr. Im zweiten Quartal 2016 wiesen zehn Prozent aller Anleihen negative Renditen auf.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts war ein stetiger Verfall der Anleiherenditen zu beobachten. Im zweiten Quartal 2016 rentierten Anleihen mit 20+ Jahren Laufzeit mit 2,15 Prozent, bei Laufzeiten bis zu 3 Jahren lagen die Renditen bei 0,5 Prozent. Diese Differenz könnte nahelegen, dass die Märkte in nächster Zeit nicht mit einem wesentlichen Anstieg der Nominalzinsen rechnen.

Das bedeutet: Ja, es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die aktuelle Situation anhält. Anders gesagt wird das so genannte „Lower for longer“-Szenario wohl zum neuen Normalfall werden.

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