Fidelity-SMART-Fonds Mit diesen Fonds lösen Berater die SRRI-Problematik

Eugene Philalithis, Manager des Fidelity Smart Global Moderate

Eugene Philalithis, Manager des Fidelity Smart Global Moderate

Seit dem 1. Juli 2011 gibt es die Wesentlichen Anlegerinformationen, kurz KIID (Key Investor Information Document). Für jeden Fonds erstellt die Fondsgesellschaft eine Übersicht mit grundlegenden Informationen zum Fonds einschließlich einer Risikoeinstufung. Diese erfolgt anhand des Synthetischen Risiko-Rendite-Indikators (SRRI) auf einer Skala von 1 (sehr niedriges Risiko) bis 7 (sehr hohes Risiko). Der SRRI basiert auf der Schwankungsbreite des Fonds über die vergangenen fünf Jahre.

Doch genauso wenig wie man aus der Performance der Vergangenheit auf künftige Erfolge schließen kann, ist frühere Volatilität ein Garant für Schwankungen in der Zukunft. Tatsächlich gibt es an den Kapitalmärkten ruhige und sehr turbulente Phasen. Und steigt die Volatilität allgemein, nimmt sie auch in vielen Fonds zu, obwohl die Strategie nicht geändert wird. Folge: Der Fonds fällt eventuell in eine höhere Risikoklasse und überschreitet damit möglicherweise die Risikoschmerzgrenze des Anlegers. Dann kann unter Umständen eine Nachberatung erforderlich sein.

Die zwei Ende Juni gestarteten Multi-Asset-Fonds der Fidelity-SMART-Reihe bieten eine Lösung für dieses Dilemma. Hauptziel der Fonds ist es nicht, eine Benchmark zu schlagen, im Fokus steht die Risikokontrolle. Sie streben an, in einer festen Volatilitätsspanne zu bleiben und so ihre SRRI-Einstufung stets zu erhalten. Die SMART-Fonds – SMART steht für Systematic Multi Asset Risk Targeted – steuern die Volatilität über ein systematisches, quantitatives Modell. Damit lassen sich zum Beispiel die Korrelationen verschiedener Asset-Klassen analysieren. Steigt die Volatilität in einer Asset-Klasse, sendet das Modell Signale zur Umschichtung.

So eignet sich der Fidelity SMART Global Defensive Fonds für Anleger mit mittlerem bis höherem Sicherheitsbedürfnis. Er ist der Risikoklasse 3 zugeordnet und strebt entsprechend eine Volatilitätsspanne von 2 bis 5 Prozent an.

Definierte Risikostruktur

An etwas risikobereitere Anleger wendet sich der Fidelity SMART Global Moderate Fund. Sein oberstes Ziel ist es, langfristig in der Risikoklasse 4 zu bleiben und eine Volatilitätsspanne von 5 bis 10 Prozent einzuhalten. „Auch wenn die Volatilität im Mittelpunkt steht, wollen wir eine anständige Rendite abliefern“, sagt Fondsmanager Eugene Philalithis. Beim Defensive-Fonds soll sie langfristig 2 Prozent pro Jahr über dem Geldmarkt liegen, beim Moderate-Fonds 5 Prozent. „Dazu können wir in eine Vielzahl von Asset-Klassen investieren inklusive alternativer Anlagen wie Immobilien- oder Infrastrukturanlagen“, so Philalithis.

Die Asset-Klassen werden drei Kategorien zugeordnet, die tendenziell unterschiedliche Schwankungsstärken aufweisen. Globale Staats- oder Unternehmensanleihen etwa zählen zu den stabilen Anlagen. Hochzins- und Schwellenländeranleihen, Real Estate Investment Trust und dividendenstarke Aktien fallen in die Rendite-Kategorie. Im Wachstumsbereich finden sich vor allem Aktien.

Mit Sicherheitspuffer

Beide SMART-Fonds haben Investitionsspannen für jede Kategorie (siehe Tabelle). Daneben hat Philalithis weitere Möglichkeiten, um das Risiko-Rendite-Profil der Fonds zu optimieren. Er kann als Sicherheitspuffer bis zu 30 Prozent Cash beimischen. „Zudem können wir neben klassischen, vom Marktrisiko abhängigen Investments auch marktneutrale Anlagen ins Portfolio nehmen, um Zusatzerträge unabhängig von der Marktphase zu generieren“, so Philalithis. Er könnte also etwa einen einzelnen Dax-Wert kaufen und die Marktentwicklung durch eine Short-Position auf den Dax absichern.

Quelle: Fidelity Stand: 31. August 2016

An einem identischen Ansatz orientiert sich auch die Axa Versicherung bei ihrem Anlagekonzept Portfolio Balance, das drei SRRI-basierte Risikoprofile anbietet. Fidelity und Axa arbeiten schon viele Jahre im Fondspolicen-Geschäft zusammen.

Claude Hellers, Leiter Wholesale-Vertrieb bei Fidelity International, dazu: „Risikokontrollierte Vermögensverwaltungen sind auf der Fonds- und der Versicherungsseite eine gute Lösung. Für viele Anleger sind zwischenzeitliche Wertschwankungen ihrer Geldanlage ein echter Schmerzpunkt. Sie möchten von vornherein wissen, welche Schwankungsbreite sie erwartet. Unser gemeinsames Ziel ist es, hierfür passende Produkte anzubieten, die langfristig für die Kunden eine angemessene Rendite bei kontrolliertem Risiko erwirtschaften.“