Funds Excellence 2018 „Schönheitswettbewerb der Vermögensverwalter“

Klaus-Dieter Erdmann, Funds Excellence | © MMD

Klaus-Dieter Erdmann, Funds Excellence Foto: MMD

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DAS INVESTMENT: Am 19. Juni wird die Funds Excellence 2018  stattfinden. Was zeichnet die Veranstaltung aus?

Klaus-Dieter Erdmann: Die Funds Excellence ist die einzige mir bekannte Veranstaltung, die sich auf vermögensverwaltende Produkte konzentriert und bei der die teilnehmenden Asset Manager ausschließlich nach ihrer Leistung ausgesucht und eingeladen werden. Das heißt, jeder Besucher weiß sicher, dass er hier die Anbieter mit hoher Qualität im Asset Management findet und hat die Möglichkeit direkt mit diesen in den Dialog zu treten. So gesehen ist die Funds Excellence ein großer „Beauty Contest“, bei dem nur ausgewählte Vermögensverwalter eingeladen werden, ihre Leistungen in dem vorgegebenen Rahmen zu präsentieren.

Welche Höhepunkte bieten Sie Ihren Gäste in diesem Jahr?

Erdmann: Die Veranstaltung basiert auf mehreren Säulen und beschäftigt sich mit vielen aktuellen und spannenden Themen. Die Besucher können sich ihre persönliche Agenda erstellen und zwischen mehreren Podiumsdiskussionen auswählen – wo sie unter anderem erfahren können, wie Family Offices im Anlagemanagement vorgehen – sowie über vierzig Roundtable-Gesprächen und natürlich individuellen Gesprächen und Networking. Wir haben auch in diesem Jahr wieder eine gute Mischung aus etablierten und weniger im Rampenlicht stehenden aber dennoch qualitativ hochstehenden Asset Managern dabei. Daneben veranstalten wir zum ersten Mal das „Forum Liquid Alternatives & Absolut Return“ zusammen mit Kepler Partners LLP. Hierbei handelt es sich um ein Format rund um das Thema liquide alternative Investment-Strategien.

Wie fällt Ihr bisheriges Fazit nach knapp 10 Jahren Niedrigzinsen aus?

Erdmann: Am meisten wundert mich, dass trotz Null- und Negativzinsen die privaten Haushalte immer noch mehr als 2.300 Milliarden Euro als Sicht-, Termin-oder Spareinlagen auf Bankkonten unterhalten. Das sind rund 40 Prozent des gesamten Geldvermögens und entspricht in etwa der Staatsverschuldung in Deutschland. Also dem Geld, dass die Politiker in den letzten 70 Jahren für uns Bürger ausgegeben haben und sich auf die eine oder andere Art zurückholen werden. Negative Realverzinsung ist ein Weg. Anders betrachtet, heißt es aber auch, dass das Misstrauen der Bürger in die Finanzmärkte und ihre Akteure in Deutschland immer noch sehr groß ist und insofern noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit erforderlich ist.

Wie stark macht sich der Trend zu nachhaltigen Anlagen bemerkbar?

Erdmann: In der Weise, dass immer mehr Anleger Wert darauf legen, dass ihr Geld nach „Nachhaltigkeitskriterien“ angelegt wird und immer mehr Anbieter diese Aspekte in ihrem Produkten berücksichtigen. Der Frage, wie nachhaltig dieser Trend ist, werden wir auch auf der Funds Excellence im Rahmen einer Podiumsdiskussion nachgehen.