HWWI-Chef Vöpel über das europäische Dilemma

Weshalb Europa nicht stabil sein kann und dennoch weitermachen muss

Henning Vöpel ist seit 2014 Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). | © HWWI

Henning Vöpel ist seit 2014 Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Foto: HWWI

Die derzeit synchronisierte Konjunktur in der Eurozone überdeckt, dass die strukturellen Probleme für die Verträglichkeit einer gemeinsamen Währung mitnichten gelöst sind. Erste Anzeichen einer einsetzenden Abschwächung der Konjunktur und drohende Zinsänderungsrisiken können im Zusammenhang mit den politischen und ökonomischen Problemen in Italien die Eurokrise sehr schnell akut werden lassen.

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as die Eurozone, die unverändert kein optimaler Währungsraum ist, weil die strukturellen Unterschiede nicht ab-, sondern im Gegenteil eher noch aufgebaut worden sind, unzweifelhaft braucht, ist ein fiskalpolitischer Rahmen, der die einheitliche Geldpolitik flankiert. Macron hat hierzu vor einiger Zeit weitgehende Vorschläge unterbreitet, die von Merkel bislang nur halbherzig beantwortet worden sind. Die Politik schlittert in den gleichen Fehler hinein, den sie schon mit den Maastricht-Verträgen gemacht hat: In den...

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