Oldtimer Bitter Diplomat CD Versicherungsmakler: „Was für eine geile Karre“

Der Bitter Diplomat CD von Versicherungsmakler Michael Becker ist der zweitälteste existierende Bitter überhaupt. | © privat

Der Bitter Diplomat CD von Versicherungsmakler Michael Becker ist der zweitälteste existierende Bitter überhaupt. Foto: privat

DAS INVESTMENT: Woher kommt Ihre Begeisterung für Oldtimer?

Michael Becker: Ich konnte mich schon für Oldtimer begeistern, als es den Namen noch gar nicht gab und Oldtimer einfach alte Autos waren.

Welche Kriterien sind Ihnen bei der Wagen-Wahl wichtig?

Das Auto muss mich begeistern, muss sehr besonders sein. Es darf gern ein Star früherer Quartett-Spiele, von einem Kleinsthersteller oder eine sehr besondere Auflage eines Herstellers sein. Oft waren dies die Flops der Zeit, meist viel zu teuer und unpraktisch. Heute sind es gesuchte Perlen. 

Michael Becker ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter von Marx&Marx Versicherungsmakler

Nehmen Sie auch an Oldtimer-Treffen und -Rallyes teil?

Gerne, ja. Etwa vier, fünfmal im Jahr. Ich liebe Benzingespräche und lerne dabei interessante Leute kennen. Dieses Jahr habe ich die Histo Monte erfolgreich beendet – mit vielen, vielen Gänsehautmomenten. Teilnehmer war auch der Held meiner Jugend und der beste Fahrer der Welt: Walter Röhrl. Ein toller Mensch.

Haben Sie einen Lieblingsbeifahrer?

Immer den, der meine Leidenschaft teilt und sich begeistern kann. Mein großes Glück ist, dass dies auf meine Frau zutrifft, die auch gerne selbst das Steuer übernimmt.

Welche Musik hören Sie beim Fahren am liebsten?

Ganz ehrlich? Den Motor.

Wie pflegen Sie Ihre Oldtimer?

Ich streichele sie täglich, und in den Wintermonaten bekommen sie einen Schlafanzug an.

Warum lösen Oldtimer so große Empfindungen in Menschen aus?

Ich glaube, es sind Erinnerungen, die geweckt werden. An die Zeit, als man stundenlang Quartett spielte, sich die Nase an der Seitenscheibe platt drückte, um einen Blick auf den Tacho zu erhaschen, als man zufrieden auf der Rückbank saß und die Landschaft an einem vorbeizog. Aber auch die Jüngsten können sich begeistern. Neulich noch ging ein kleiner Junge atemlos um einen meiner Wagen, machte unzählige Fotos und rief begeistert: „Was für eine geile Karre!“