Selbstüberschätzung, Verlustangst & Co. Morningstar nennt die 10 teuersten Anleger-Fehler

Händler an der New Yorker Börse während der Finanzkrise im September 2008. Welche Fehler Anleger beim Investieren häufig begehen, hat das Analysehaus Morningstar zusammengetragen | © Getty Images

Händler an der New Yorker Börse während der Finanzkrise im September 2008. Welche Fehler Anleger beim Investieren häufig begehen, hat das Analysehaus Morningstar zusammengetragen Foto: Getty Images

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Geld anlegen, das Investment nicht mehr ansehen und nach vielen Jahren einen satten Gewinn realisieren – diese als „Buy and Hold“ bekannt gewordenen Methode kann zu beachtlichen Erfolgen führen. Vorausgesetzt ein Anleger kann sein Geld langfristig entbehren.

Wer den nötigen langen Atem mitbringt, bei Markteinbrüchen also nicht nervös wird und dann Verluste realisiert, dem winkt meist eine attraktive Rendite. Ein Anleger, der beispielsweise vor zehn Jahren in die Dax-Unternehmen investiert hätte, kontinuierlich dabeigeblieben wäre und auch die Dividenden immer wieder neu angelegt hätte, könnte sich heute über mehr als 60 Prozent Zugewinn freuen – wovon allerdings noch ein paar Gebühren abgezogen werden müssen. Alles in allem in der Rückschau jedoch ein sehr lohnenswertes Investment. Auch die meisten anderen Märkte sind trotz Tech-Blase, Finanz- oder Eurokrise langfristig signifikant angestiegen.

Einen solchen Rendite versprechenden Buy-and-hold-Ansatz wenden viele Anleger allerdings bewusst nicht an: Sie bemerken vor allem die Schwankungen des Marktes. Oder sie lassen sich von Unkenrufen über einen Zusammenbruch irritieren, der einigen Börsenpropheten zufolge stets kurz bevorsteht.

Die Analyseagentur Morningstar hat auf Basis von Erkenntnissen der Behavioral Finance zehn häufige Anlegerfehler entlarvt. Im Rahmen von Behavioral Finance wird untersucht, wie Anlageentscheidungen zustande kommen und welche Rendite verschlingenden Fehler Anlegern immer wieder unterlaufen.

Hier kommen zehn gängige Fauxpas: