Tipps vom Vermögensverwalter Wie Anleger den Schwung neuer Technologien nutzen können

Lars Slomka ist Vorstand der Hansen & Heinrich Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main. | © Hansen & Heinrich AG

Lars Slomka ist Vorstand der Hansen & Heinrich Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main. Foto: Hansen & Heinrich AG

Erinnern Sie sich an das Moore'sche Gesetz? Intel-Mitgründer Gordon Moore sagte 1965 eine exponentielle Beschleunigung der IT-Entwicklung voraus. Heute gilt das auch für andere Branchen. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist bei Elektrofahrzeugen zu beobachten. Die Batteriekosten sind seit 2010 von 800 Dollar auf aktuell etwa 200 Dollar je kWh gefallen. Bis 2020 werden sie sich wahrscheinlich nochmals halbieren.

Dadurch können neue Produkte, neue Märkte und neue Wachstumsmöglichkeiten entstehen und disruptiv auf etablierte Unternehmen wirken, wie die Beispiele der deutschen Automobilindustrie oder großer traditioneller Technologiekonzerne zeigen. Eine Entwicklung, die immer mehr Branchen erreicht.

Diese Unternehmen profitieren

Der Quantencomputer, der über ein ungeahntes Rechenpotenzial verfügt, steht vor dem Durchbruch und ermöglicht neue Anwendungen, zum Beispiel in der Verkehrssteuerung, dem autonomen Autofahren und in der Diagnose von Krankheiten. Big Data, also das Verarbeiten und Speichern von immer größeren Datenmengen und ihre Analyse, ermöglicht zukünftig eine Vielzahl von neuen Dienstleistungen.

Unternehmen wie Amazon, Google oder auch IBM werden weiter stark von dieser Entwicklung profitieren. Weitere Branchen, die unvermeidlich diese Entwicklungen vorantreiben und zu den großen Gewinnern gehören, sind die Robotik, die intelligente Mobilität, die Blockchain-Technologie und die Medizintechnik. In unserer zukünftigen Welt werden kassenlose Supermärkte, personalisierte Medizin, selbstfahrende Autos und eine stärker automatisierte Landwirtschaft selbstverständlich sein.

20 bis 30 Prozent Wachstum

Damit entstehen für viele Unternehmen neue Märkte und massive Wachstumschancen. Wir erwarten zum Beispiel in der Robotik, in der Blockchain-Technologie und der Medizintechnik jährliche Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent. Für Investoren bieten diese fundamental sehr positiven Faktoren und strukturellen Veränderungen langfristig attraktive Anlagechancen, unabhängig von aktuellen politischen Unsicherheiten und kurzfristig wirkenden Quartalsberichten.

Von diesem Trend können Anleger profitieren. Es empfiehlt sich ein schrittweiser Einstieg in die entsprechenden Aktiensegmente über den Kauf von Investmentfonds. Interessant erscheinen dabei für erfahrene Anleger fokussierte Branchen-ETFs wie zum Beispiel der iShares Robotik (WKN A2ANH0) oder der iShares Digitalisierung (WKN A2ANH3). Alternativ ist auch der Acatis Global Aktien (WKN 978174), ein aktiv gemanagter Fonds, einen Blick wert. Der Fonds investiert weltweit und hat langfristig bewiesen, dass er auf die richtigen Trends und Aktiensegmente setzt.