Ab 100.000 Euro Zweite Genossenschaftsbank führt Negativzinsen für Privatkunden ein

Als erste Bank führte die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee vor wenigen Monaten Negativzinsen auf Guthaben von Privatkunden ein. Nun schließt sich eine weitere Genossenschaftsbank an: Auch Kunden der Volksbank Stendal müssen seit Oktober für Einlagen auf dem Tagesgeldkonto, die 100.000 Euro übersteigen, einen Zinssatz von 0,4 Prozent zahlen. Das berichtet die F.A.Z. in ihrer Online-Ausgabe.

Dieser Schritt sei für ihn „nichts Besonderes,“ zitiert F.A.Z. Ingo Freidel, Vorstand der Volksbank Stendal. Die Strafzins-Einführung begründet er mit den negativen Einlagenzinsen der EZB, die seit März bei 0,4 Prozent liegen. Und auch andere Finanzdienstleister hätten bei dieser Entscheidung eine Rolle gespielt. „Seit dem 1. August nimmt auch die DZ Bank, bei der wir Volksbanken unsere überschüssigen Mittel parken, von uns 0,4 Prozent Negativzinsen.“

Negativzinsen für Groß- und Firmenkunden sind bereits bei mehreren Banken der Fall. In Deutschland machte 2014 die Skat-Bank den Anfang, weitere Finanzinstitute folgten. Strafzinsen für Kleinsparer waren aber vorerst tabu.