Income-Barometer von J.P. Morgan Zwei Drittel der Deutschen unzufrieden mit Sparerträgen

Die Grafik zeigt: Die Deutschen sind mit ihren Sparerträgen so gar nicht zufrieden.  | © J.P. Morgan Asset Management

Die Grafik zeigt: Die Deutschen sind mit ihren Sparerträgen so gar nicht zufrieden. Foto: J.P. Morgan Asset Management

67 Prozent der Befragten des aktuellen Income-Barometers von J.P. Morgan gaben an, sich über die Entwicklung ihrer Spar- und Versicherungsprodukte zu ärgern. Mit 19 Prozent zeigt sich lediglich jeder Fünfte mit der Wertentwicklung zufrieden. Laut Analyse gibt es hierzulande aber viele Unterschiede zwischen den Regionen.

So sind in Baden-Württemberg mit 59 Prozent die wenigsten Sparer unzufrieden. Im Nordwesten (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen) liegt der Anteil der Unzufriedenen mit 62 Prozent noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Im Osten ist die Unzufriedenheit größer

Genau im Durchschnitt der Unzufriedenheit von 67 Prozent liegen indes Nordrhein-Westfalen und die Region Mitte-West (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Leicht überdurchschnittlich ist die Unzufriedenheit in Bayern (69 Prozent) und noch etwas größer in Berlin (72 Prozent). 

Sparer in Thüringen und Sachsen sind noch enttäuschter von ihren Sparerträgen (75 Prozent), gefolgt von der Region Nord-Ost (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) mit 79 Prozent.

Sparen allein rechnet sich nicht

Sachsen-Anhalt ist mit insgesamt nur 9 Prozent Zufriedenheit auch das Schlusslicht der Befragung. Die glücklichsten Sparer findet man mit je 24 Prozent hingegen in Baden-Württemberg und der Region Mitte-West.

„Sicherlich zeigt unser Income-Barometer nur eine Momentaufnahme der Anlegerstimmung, aber es lässt sich doch nachvollziehen, dass die Sparer nach Jahren des Niedrigzinsumfelds erkennen, dass Sparen allein sich nicht rechnet“, erläutert Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Sein Tipp: breit gestreute, flexibel anlegende Invest­mentfonds.

„Angesichts der schleichenden Enteignung bei den Sparanlagen ist es vielleicht gar nicht mehr so abschreckend, etwas mehr Kapitalmarktrisiko in Kauf zu nehmen, um so auch im anhaltenden Niedrigzinsumfeld von Kapitalzuwachs und Ertragschancen profitieren zu können“, schlussfolgert Bergweiler.