Indien, China & Co. Darum sind Schwellenländer-Fonds wieder gefragt

Mitarbeiter in einer Textilfabrik in Jinjiang, Provinz Fujian, China: China ist heute die größte Volkswirtschaft der Welt | © Getty Images

Mitarbeiter in einer Textilfabrik in Jinjiang, Provinz Fujian, China: China ist heute die größte Volkswirtschaft der Welt Foto: Getty Images

Geht es um Schwellenländer, fällt dieser Tage regelmäßig der Begriff „Reemerging Markets“. Und tatsächlich sind etliche der Märkte, die in den ersten Jahren des Jahrtausends für reichlich Furore und Fantasie gesorgt haben, mittlerweile wieder auf dem Investoren-Radar.

Rückblende: Auf einen beispiellosen Boom, befeuert nicht zuletzt durch den BRIC-Traum des damaligen Goldman- Sachs-Chefvolkswirts Jim O’Neill und einer wahren Flut von Anlageprodukten, folgte vor zehn Jahren im Herbst der unerwartet harte Absturz. Statt sich in der Champions League der globalen Kapitalmärkte einen Stammplatz zu sichern, landete das Gros der Länder wieder in der Regionalliga und nur noch ausnahmsweise in den Portfolios der Anleger.

„Brasilien und Russland müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern“ 

Der übergroße Enthusiasmus über die Wachstumsaussichten der Schwellenländer und der dort ansässigen Unternehmen war massiver Besorgnis über die dort lauernden Risiken gewichen.

Auch O’Neill, heute für die Universität Cambridge tätig, schränkte in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ im November 2014 ein: „Brasilien und Russland müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.“ Wobei er bei der These blieb, dass die Schwellenländer den Wachstumspfad alles andere als verlassen haben. O’Neill seinerzeit: „Ich prognostiziere Ihnen: In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts wird Indien noch stärker wachsen als China. Indien wird das neue China.“