Investmentperspektiven nach der Trump-Wahl US-Aktien und Schwellenländerwerte bieten Chancen

Beppe Grillo mit seiner Frau unterwegs auf dem Motorroller in der Nähe von Genua, Italien: Nach dem gescheiterten Italien-Referendum erhält der Gegenspieler von Ex-Staatschef Matteo Renzi und entschiedene EU-Gegner weiter Aufwind. | © Getty Images

Beppe Grillo mit seiner Frau unterwegs auf dem Motorroller in der Nähe von Genua, Italien: Nach dem gescheiterten Italien-Referendum erhält der Gegenspieler von Ex-Staatschef Matteo Renzi und entschiedene EU-Gegner weiter Aufwind. Foto: Getty Images

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erhöht die Wahrscheinlichkeit eines größeren Konjunkturprogramms in den USA. Es könnte das Potenzial haben, dem Wachstum einen zusätzlichen Impuls von zwei Prozentpunkten zu liefern, was zu höherer Inflation und einer weiteren Stärkung des US-Dollar führt. Außerhalb der USA dürfte das Umfeld aus niedrigem Wachstum und geringer Inflation bestehen bleiben.

Absehbar ist, dass jeder größere fiskalische Stimulus sowie folgende Inflations- und Zinsanstiege auf die USA begrenzt bleiben, während in Europa die ultralockere Geldpolitik, deren Ziel die Bekämpfung des geringen Wachstums ist, fortgeführt wird. Allerdings ist Europa von einem Schock und Ehrfurcht einflößenden Fiskalprogramm noch weit entfernt. Stattdessen rechnen wir angesichts wichtiger politischer Termine im kommenden Jahr vor dem Hintergrund des zunehmenden Populismus mit politischen Risiken in Europa.

Populismus wird zum Unsicherheitsfaktor

Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung beginnt, Politik und Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften zu beeinflussen. Sollten in Italien oder Frankreich populistische Parteien die Regierungsverantwortung übertragen bekommen, steht die EU-Mitgliedschaft dieser Länder auf dem Spiel. Wenn man den Umfang möglicher populistischer Wahlerfolge in den kommenden 12 bis 18 Monaten, die die Europäische Union schädigen könnten, berücksichtigt, dann erscheinen auf der Aktienseite US-Titel besser positioniert als ihre europäischen Pendants.

Das Bild der globalen Wirtschaft bleibt gedämpft. Dennoch: Trotz der säkularen Stagnation haben strukturelle Veränderungen in den Volkswirtschaften der Schwellenländer dazu geführt, die Abhängigkeit von Exporten zu reduzieren und den Schwerpunkt auf die Binnennachfrage zu legen. Das hilft diesen Märkten, jedem potenziellen Sturm standzuhalten.

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