Kündigungsschutz und Gehaltserhöhung Knapp 98 % der Postbank-Mitarbeiter wollen unbefristeten Streik

Die Postbank- und die Deutsche-Bank-Flagge: Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank könnte viele Arbeitsplätze kosten, befürchtet die Gewerkschaft Verdi. | © Getty Images

Die Postbank- und die Deutsche-Bank-Flagge: Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank könnte viele Arbeitsplätze kosten, befürchtet die Gewerkschaft Verdi. Foto: Getty Images

Im Zuge der Integration der Postbank ins Privatkundengeschäft der Deutschen Bank bangen die rund 18.000 Arbeitnehmer um ihre Jobs. Die Auseinandersetzungen zwischen der Gewerkschaft Verdi, die für die Arbeitnehmer Kündigungsschutz bis Ende 2022 fordert und der Postbank dauern an. Nach mehreren Warnstreiks könnte es nun zu einem unbefristeten Streik kommen.

97,7 Prozent der bei der Postbank beschäftigten Verdi-Mitglieder haben bei der Urabstimmung für eine unbefristete Arbeitsniederlegung bestimmt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sollte es also in der Verhandlungsrunde am heutigen Montag nicht zu einer Einigung kommen, droht die Gewerkschaft damit, ihre Mitglieder zu einem unbefristeten Ausstand aufzurufen.

Bislang war die Postbank bereit, den Kündigungsschutz nur bis Mitte 2019 zuzusagen. Auch beim Thema Gehalt liegen die Vorstellungen der Arbeitnehmer- und der Arbeitgebervertreter weit auseinander: Während Verdi 5 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit fordert, ist die Postbank nur zu einer zweistufigen Erhöhung um insgesamt 2,5 Prozent bis Mitte 2019 bereit.