Marktausblick US-Aktien Peter E. Huber: „Ohne Vola keine Cola!“

„Aktien sind langfristig die rentabelste und auch sicherste Anlage“, sagt Peter E. Huber. | © StarCapital; Daten per 31.12.2016

„Aktien sind langfristig die rentabelste und auch sicherste Anlage“, sagt Peter E. Huber. Foto: StarCapital; Daten per 31.12.2016

Peter E. Huber, Vorstand bei Starcapital aus Oberursel

Zahlreiche Studien für den US-Aktienmarkt belegen, dass über die letzten 200 Jahre mit Aktien – um die Inflationsrate bereinigt – eine durchschnittliche jährliche Rendite von knapp 7 Prozent erzielt wurde. Die Rendite von Schatzwechseln, die unserem Sparkonto/Festgeld entsprechen, brachten real dagegen nur 0,8 Prozent.

Seitdem rätselt die Fachwelt, warum der Großteil der Anleger seit so vielen Jahren auf Aktien verzichtet und sich mit Magerrenditen zufriedengibt. Die Erklärung: Die Anleger haben Angst vor den Kursschwankungen Neudeutsch spricht man in diesem Zusammenhang auch von der „Volatilität“.

Investoren haben nichts dazu gelernt

Ganz offensichtlich haben sowohl viele private als auch institutionelle Investoren bis heute nichts dazu gelernt. Festverzinsliche Papiere und Sparguthaben gelten als sicher, Aktien stuft man als riskant ein. Denn sie schwanken extrem um ihren langfristigen Primärtrend und keiner weiß, ob nicht morgen ein neuer Crash vor der Tür steht.

Bei der Beurteilung von Fonds werden daher die Ergebnisse „risikobereinigt“. Im Zweifel schneidet dabei ein Fonds mit einer höheren Schwankungsbreite ungünstiger ab als ein Fonds mit deutlich schlechterer Wertentwicklung, der diese aber mit einer nur geringen Volatilität erzielt. Diese perverse Einstellung zieht sich querbeet durch bis zu den Regulierungsbehörden.

Obwohl bei der Berechnung der Volatilität nicht nur die negativen, sondern auch die positiven Schwankungen gleichermaßen berücksichtigt werden, wird Volatilität mit Risiko gleichgesetzt, was sich unter anderem in der Berechnung der Sharpe-Ratio niederschlägt.