Marktausblick US-Aktien Peter E. Huber: „Ohne Vola keine Cola!“

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Wir verwenden rationaleren Risikobegriff

Wir selbst verwenden einen rationaleren Risikobegriff. Für uns ist Risiko die Gefahr dauerhafter und substanzieller Vermögensverluste. Und es konnte uns bisher niemand erklären, was an dieser Definition falsch sein soll. Betrachtet man das Risiko in dieser Form, stellen Aktien nicht nur eine der rentabelsten, sondern auch sichersten Anlageformen dar.

Denn es ist selbst bei einem Crash noch nie vorgekommen, dass man mit einem international gut diversifizierten Aktienportefeuille nicht über kurz oder lang wieder in die Gewinnzone gekommen ist. Zumal man das Timing-Risiko, also den Einstieg zum falschen Zeitpunkt, durch geeignete Maßnahmen deutlich reduzieren kann.

Volatilität ist für uns eine tolle Chance

Sie haben es schon gemerkt: Für uns ist Volatilität kein Risiko, sondern im Gegenteil eine tolle Chance. Große Kurschwankungen kann man nämlich wunderbar ausnutzen, in dem man zum Beispiel nach einer längeren Abwärtsbewegung schrittweise zusätzliche Aktienpositionen aufbaut.

Zugegeben: Diese antizyklische Strategie führt oft gerade in der Schlussphase einer Baisse zu einer Dynamisierung des Depots (also höheren Volatilität), was von Anlegern oft als besonders schmerzhaft empfunden wird.

Dabei ist diese Dynamisierung mehr als sinnvoll. Denn entgegen dem allgemeinen Empfinden sind Aktienkäufe in einer Panik weit weniger riskant als Aktienkäufe in einer allgemeinen Euphorie.

Aussteigen in der Nähe der Talsohle

Lassen Sie sich das folgendermaßen erklären: Sie sind mit Ihrem Fahrrad unterwegs und es geht bergab. Das letzte Stück geben Sie Gas, um den folgenden Anstieg mit möglichst viel Schwung zu bewältigen. Nur an der Börse meint man bremsen zu müssen und eventuell steigt man sogar ganz ab beziehungsweise aus – oft in der Nähe der Talsohle – und schaut dann in die Röhre, wenn es wieder bergauf geht. 

Dass unsere Strategie funktioniert, haben wir in den letzten fünfzehn Jahren bereits mehrfach bewiesen. So konnten wir zum Beispiel bei unserem internationalen Aktienfonds „StarCap Starpoint“ sowohl 2003 als auch 2009 die Verluste aus den katastrophalen Finanzkrisen relativ schnell wieder aufholen.

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