Bitcoin-Höhenflug Immer mehr Anleger tauschen Digitalwährung in Gold

Die digitale Währung Bitcoin (l.) ist vor nicht ganz zehn Jahren entstanden. Die Bitcoins selbst werden in aufwändigen Rechenprozessen erzeugt. Auf Online-Plattformen können sie gegen klassische Währungen getauscht werden. Über die sogenannte Blockchain-Technologie, eine verschlüsselte Datenbank, werden sämtliche Transaktionen gespeichert. | © pixabay.com; freeimages9.com

Die digitale Währung Bitcoin (l.) ist vor nicht ganz zehn Jahren entstanden. Die Bitcoins selbst werden in aufwändigen Rechenprozessen erzeugt. Auf Online-Plattformen können sie gegen klassische Währungen getauscht werden. Über die sogenannte Blockchain-Technologie, eine verschlüsselte Datenbank, werden sämtliche Transaktionen gespeichert. Foto: pixabay.com; freeimages9.com

Daniel Marburger, Coininvest

„Der rasante Anstieg des Bitcoin-Kurses zieht auf der einen Seite viele Spekulanten an, beunruhigt andererseits aber viele Anleger, die bereits länger investiert sind“, sagt Coininvest-Chef Daniel Marburger. Diese Unruhe sei auf die enorme Wertsteigerung der Digitalwährung zurückzuführen. War ein Bitcoin Ende 2010 „nur“ 0,30 US-Dollar wert, notierte die Währung zu Jahresbeginn bereits bei rund 900 Dollar. Seither hat die Kursentwicklung weiter Fahrt aufgenommen, ein Bitcoin wird derzeit mit mehr als 2.800 Dollar bewertet.

Gold als Bitcoin-Alternative

„Nach dieser außergewöhnlichen Kursrallye ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Anleger zumindest einen Teil ihrer Gewinne sichern wollen“, erläutert Marburger. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sei der Umstand, dass Verkäufer für einen Bitcoin inzwischen zwei Feinunzen Gold erhalten: „Das ist abseits anlagestrategischer Überlegungen ebenfalls eine Motivation, jetzt umzusteigen.“ Marburger beobachtet bereits seit Anfang April ein Anziehen der in der Kryptowährung getätigten Umsätze. 

Für den Bitcoin-Eigner stellt sich in der gegenwärtigen Situation die Frage, welche Optionen sich für den Exit aus dem Bitcoin bieten. Der klassische Nutzer ist kein Spekulant, sondern jemand, der dem Fiatgeld, also klassischen Währungen ohne inneren Wert, misstraut. Zugleich reizt Viele die Idee einer Währung, die nicht von Staaten oder Banken reguliert wird. „Bei diesem klaren Nein zum Bargeld ist Gold die naheliegende Alternative“, weiß Marburger aus Erfahrung. Die momentan von CoinInvest belieferten Bitcoin-Anleger kämen dabei aus fast allen europäischen Ländern.