Dr. Klein 7 Tipps zur soliden Planung bei der Baufinanzierung

Haus im Bau. Wer plant, ein eigenes Haus zu bauen, sollte die finanzielle Seite genau im Blick haben, rät Finanzdienstleister Dr. Klein | © Rainer Sturm/<a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Haus im Bau. Wer plant, ein eigenes Haus zu bauen, sollte die finanzielle Seite genau im Blick haben, rät Finanzdienstleister Dr. Klein Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Wer ein Haus bauen möchte, sollte im Vorfeld sorgfältig planen. Nicht allein die Raumaufteilung, die Fassadenfarbe oder den Gartenteich später – sondern vor allem erst einmal die Finanzierung des Projekts: Viele Kosten, die später anfallen, sind auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Der Finanzdienstleister Dr. Klein hat sieben Ratschläge für Häuslebauer parat:

  1. Die Finanzierung planen
    Potenzielle Bauherren müssen erst einmal Kassensturz machen: Wie viel Eigenkapital können sie in das Bauprojekt schießen, welche Summe fehlt und muss als Kredit aufgenommen werden? Dazu sollte man sich auch Gedanken über die Höhe der Rückzahlungsraten machen: Auf wie viel Geld kann später, wenn es an die Tilgung geht, monatlich verzichtet werden? Wer nur eine niedrige Rate zahlt, stottert seinen Kredit länger ab. Allerdings sollte sich aber auch niemand übernehmen: Mögliche finanzielle Engpässe in der Zukunft sollten einkalkuliert werden. Als groben Anhaltspunkt raten die Finanz-Spezialisten von Dr. Klein zu einer anfänglichen Tilgung von mindestens zwei Prozent.
  2. Förderung beantragen
    Der Hausbau liegt hierzulande auch dem Staat am Herzen. Daher gibt es Förderprogramme – sowohl staatlicherseits als auch durch die Bundesländer. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, bietet zudem unter bestimmten Bedingungen günstige Kredite an. Bauherren sollten sich vorab über die Möglichkeiten informieren.
  3. Das Haus sorgfältig auswählen
    Wer ein Eigenheim bauen möchte hat die Qual der Wahl zwischen den umfangreichen Angeboten. Massivhaus, Architektenhaus oder Fertighaus, zum Selbst-Ausbau oder schlüsselfertig übergeben, so dass sofort eingezogen werden kann – allerdings sollten die preislichen Unterschiede mitberücksichtigt werden.
  4. Haftungsfallen bedenken
    Wer ein Haus baut, haftet auch für Schäden, die sich Dritte möglicherweise auf seiner Baustelle zuziehen. Der Bauherr muss mit hohen Schadenssummen rechnen, wenn etwas passiert – auch wenn die Schuld vielleicht bei einem Handwerksbetrieb lag, der Gefahrenstellen nicht ausreichend gesichert hat. Bauherren sollten sich vorab über eine Bauherrenhaftpflicht, eine Bauleistungsversicherung oder auch eine Gebäudeversicherung informieren.
  5. Der Trick mit der Grunderwerbsteuer
    Wer ein Grundstück kaufen möchte, um darauf ein Haus zu errichten, sollte zunächst das Grundstück gesondert erwerben: Dann wird die Grunderwerbsteuer nur auf das Grundstück, nicht aber das Haus fällig. Bauherren sollten sich über dieses Einsparpotenzial informieren.
  6. Nebenkosten einplanen
    Wer ein Haus bauen möchte, sollte nicht allein auf die Kosten für das Grundstück und das Haus selbst schauen. Es fallen auch Nebenkosten an wie Baugenehmigung, Erdarbeiten auf dem Grundstück, möglicherweise Bodenproben, Kosten für Vermesser und Statiker. Diese sind nicht gering und können schon mal mit 10 bis 15 Prozent der Gesamtsumme zu Buche schlagen.
  7. Nicht überstürzt Kreditverträge abschließen
    Bauherren sollten sich unterschiedliche Angebote zur Baufinanzierung einholen und nicht überstürzt handeln. Sie sollten sich auch nicht davon beirren lassen, dass die Leitzinsen in der Eurozone möglicherweise wieder steigen werden. Mit rapide ansteigenden Zinsen ist derzeit nicht zu rechnen. Immerhin ist eine Hausfinanzierung auch eine langfristige Angelegenheit, die sorgsam überdacht werden sollte.