Time Machine Scalable Capital startet Online-Tool für Altersvorsorgeplanung

Florian Prucker, Erik Podzuweit und Stefan Mittnik (v.l.) sind die Gründer von Scalable Capital. | © Scalable Capital

Florian Prucker, Erik Podzuweit und Stefan Mittnik (v.l.) sind die Gründer von Scalable Capital. Foto: Scalable Capital

Mit der sogenannten Time Machine des Robo-Advisors Scalable Capital sollen Menschen ihre private Altersvorsorge systematisch planen können. Das Online-Tool liefere Antworten auf die Fragen, wie viel Geld man für den Ruhestand heute zurücklegen sollte, ob der aktuelle Sparplan für den gewünschten Lebensstandard im Alter ausreicht und welchen realen Wert das eigene Vermögen nach Abzug der Inflationsrate zu Beginn des Ruhestands haben wird.

Mit dem neuen Online-Tool sollen Anleger sinnvoll abschätzen, mit welcher monatlichen Auszahlung sie im Alter rechnen können können. Für die meisten Menschen sei die private Altersvorsorge ein Buch mit sieben Siegeln, so Erik Podzuweit, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. „Wir wollen Menschen auf spielerische Weise animieren, sich intensiver mit ihrer privaten Altersvorsorge auseinanderzusetzen und jetzt die richtigen Weichen für später zu stellen.“

Für die Berechnung der Auszahlungen im Ruhestand und deren mögliche Schwankungsbreiten nutze Scalable Capital die gleichen Annahmen wie für seinen bestehenden Vermögensplaner. Darüber hinaus berücksichtige Time Machine das aktuelle Alter, die Lebenserwartung, das gesetzliche Renteneintrittsalter und die individuelle Risikotoleranz von interessierten Privatanlegern sowie die Inflationsrate und die Steuersätze auf Kapitalerträge. Diese Parameter könnten jeweils vom Nutzer verändert werden, um unterschiedliche Szenarien durchzuspielen.

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Der Nutzer könne sich die künftigen Auszahlungen nicht nur nominal, sondern auch real anzeigen lassen. Damit erhalte er eine realistische Einschätzung über die tatsächliche Kaufkraft seiner Ersparnisse im Ruhestand. Darüber hinaus macht Scalable Capital über eine Sensitivitätsanalyse transparent, wie die monatlichen Auszahlungen in einem besonders guten und besonders schlechten Kapitalmarktszenario ausfallen können.

Über das Tool lässt sich außerdem herausfinden, wie hoch der monatliche Sparplan bei einem fixen Anfangsinvestment sein muss, um im Alter ein bestimmtes Monatseinkommen zu erzielen. Wenn der Nutzer feste Angaben zu seinem Sparplan und den gewünschten Auszahlungen im Rentenalter macht, erfährt er wiederum das dafür erforderliche Anfangsinvestment. In einer künftigen Version soll auch die Vererbung von Vermögensteilen mit in die Berechnungen einbezogen werden.

Damit die Time Machine die künftige Performance möglichst realistisch abbilde, gelte auch hier: Risiko ist die Währung, mit der Anleger am Kapitalmarkt Rendite einkaufen. Deshalb falle das Ergebnis je nach Risikokategorie unterschiedlich aus.

Anders als nach der Geeignetheitsprüfung zur Anmeldung für die Vermögensverwaltung – eine gesetzliche Voraussetzung zur Mandatierung von regulierten Vermögensverwaltern – könne der Nutzer die Risikokategorie in der Time Machine jedoch sowohl nach unten als auch nach oben anpassen, um die Auswirkung von Risiken auf die mögliche Rendite besser einzuschätzen.