Umstrittener Brief Generali handelt sich Daten-Ärger ein

Die Generali in München: Ein Brief des Versicherers sorgt derzeit für Ärger.  | © Generali

Die Generali in München: Ein Brief des Versicherers sorgt derzeit für Ärger. Foto: Generali

Was steht im Brief der Generali?

In dem Brief, dass die Generali an ihre Kunde geschickt hat, klärt sie über die „künftige Aufstellung in der Vor-Ort-Kundenbetreuung“ auf. An Versicherungsschutz und bisherigem Ansprechpartner ändere sich nichts. Auch Vertragsnummer, Telefon- und Kontaktdaten blieben gleich. Daher gebe es keinen Handlungsbedarf für den Kunden.

Im nächsten Absatz heißt es dann, dass ab Mai 2018 „ihr Generali-Berater in der Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG (…) tätig sein“ wird. Daher sei es erforderlich, die persönlichen Daten des Kunden an das neu gegründete Unternehmen zu übermitteln.

Die Reaktion

Der Maklerpool Apella gibt in einer Pressemitteilung bekannt, „eine massive Beschwerde an die Generali Versicherung wegen der unzulässigen Weitergabe von Kundendaten an die Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG“ gerichtet zu haben.

„Für diese Verträge liegen der Generali entsprechende Maklervollmachten vor. Der Versicherer ist also gar nicht berechtigt, diese Kunden direkt zu kontaktieren, vor allem nicht mit dem Ziel, deren Vertragsdaten an Wettbewerber weiterzugeben“, sagt Apella-Vorstand Harry Kreis. Dieses Verhalten sei eindeutig wettbewerbswidrig.

Daher habe Apella im Namen der Makler, die Generali-Verträge betreuen, Widerspruch zur Weitergabe der Daten an die Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG erhoben. Man habe die Generali aufgefordert, innerhalb einer kurzen Frist zu erklären, dass keinerlei Weitergabe von Daten zu Verträgen, die sich im Bestand der Apella und deren Partner befänden, erfolgt.

Anderenfalls werde man im Interesse der Kunden und der kooperierenden Makler alle rechtlichen Schritte ergreifen, um die Daten der Kunden zu schützen und die Rechte von Apella und ihrer Partner durchzusetzen.