Währungsgesichert Invesco startet ETF für Coco-Anleihen

Nicolas Samaran leitet die ETF-Entwicklung in der Region Europa, Nahost und Afrika (Emea) bei Invesco | © Invesco

Nicolas Samaran leitet die ETF-Entwicklung in der Region Europa, Nahost und Afrika (Emea) bei Invesco Foto: Invesco

Invesco hat einen neuen börsennotierten Indexfonds (ETF) aufgelegt, der höherverzinsliche, von europäischen Banken ausgegebene Wandelanleihen enthält. Er heißt Invesco AT1 Capital Bond Ucits ETF (ISIN: IE00BFZPF439) und ist am Börsensegment Xetra notiert.

Der ETF bildet die Wertentwicklung von sogenannten AT1-Anleihen europäischer Banken ab (Contingent Convertible Bonds, Coco-Bonds). Das Besondere: Wenn das Eigenkapital der Bank eine bestimmte Schwelle unterschreitet, wird die Anleihe in Aktien umgewandelt oder verliert ganz ihren Wert. Damit hängen Anleger viel stärker am wirtschaftlichen Risiko der Bank, werden dafür aber mit überdurchschnittlichen Zinsen entschädigt. Europäische Banken haben bereits Coco-Anleihen im Gesamtwert von über 147 Milliarden Euro emittiert.

Grundlage für den ETF ist der iBoxx USD Contingent Convertible Liquid Developed Market AT1 (8/5 Prozent Issuer Cap) Index. Allerdings ist das Wechselkursrisiko zwischen US-Dollar und Euro abgesichert.

Zum Auflegungszeitpunkt sind es 52 Wertpapiere mit einem durchschnittlichen Rating von BB und einer effektiven Rendite von 6,3 Prozent. Die drei größten Emittenten sind HSBC, UBS und Société Générale.