Künstliche Intelligenz „Bei der Geldanlage immer präsenter“

Roboter auf einer Fachmesse in Tokio: Mit Künstlicher Intelligenz können Vermögensverwalter bessere Entscheidungen zum Wohle von Anlegern treffen. | © Getty Images

Roboter auf einer Fachmesse in Tokio: Mit Künstlicher Intelligenz können Vermögensverwalter bessere Entscheidungen zum Wohle von Anlegern treffen. Foto: Getty Images

Schon heute prägt Künstliche Intelligenz (KI) die Art und Weise, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Wir geben unseren Smartphones Sprachbefehle wie „Hey Siri, kannst Du  ….“, wir folgen Algorithmen großer Shopping-Plattformen, und unsere Kameras können einen Steinpilz von einem Röhrling unterscheiden.

Doch kann KI die Welt des Asset Management verändern? Oder genauer: Was kann KI für Asset-Management-Kunden leisten? Auch wenn bis dato nicht auf den ersten Blick sichtbar, so gibt es doch drei große Bereiche, in denen KI-Anwendungen einen enormen Nutzen haben:

1. Mehr aus Daten herausholen:

90 Prozent der globalen Datenmenge wurde dem IT-Unternehmen IBM zufolge erst in den vergangenen Jahren generiert – völlig ungeordnet und unstrukturiert. Daten nutzen aber erst etwas, wenn man Erkenntnisse aus ihnen ziehen kann. Mit traditionellen Methoden ist es zu zeitaufwendig, sie zu bearbeiten. Erst mit Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen kann man aus dem Wirrwarr Schlüsse ziehen: aus der Bautätigkeit in China, aus den Besucherströmen in großen Kaufhäusern, aus abertausenden von Online-Beurteilungen von Kunden und Mitarbeitern. Aus vielen Millionen Daten, die man miteinander kombiniert, können Vermögensverwalter bessere Entscheidungen zum Wohle von Anlegern treffen.

2. Menschen lernen schneller

Überraschend: Der größte Charme Künstlicher Intelligenz liegt darin, dass mit ihrer Hilfe Menschen schneller lernen. Wir von BlackRock sind überzeugt, dass der Erfolg in der Finanzwelt von morgen darauf aufbaut, die besten Köpfe, Computersysteme und Algorithmen zu nutzen. Dabei hilft der technologische Fortschritt in Feldern wie maschinellem Lernen oder Künstlicher Intelligenz, effizienter zu arbeiten und Fehler zu vermeiden. Und er schafft Freiräume für Asset Manager, um sich noch mehr auf die tatsächlichen Anlegerbedürfnisse zu konzentrieren.

3. Verbessertes Risikomanagement

Die Finanzwelt wird stetig mit wachsenden Markt-, Kredit- und operationalen Risiken konfrontiert. Mit KI-Techniken stehen potente Werkzeuge zur Verfügung, um diesen zu begegnen. BlackRock agiert seit Jahren auf Basis der weltweit führenden Risiko-Management-Plattform Aladdin. Denn professionelles und belastbares Verständnis von Risikofaktoren ist für Asset Manager unerlässlich.

KI ist kein neues Konzept. Experten beschäftigen sich bereits seit den 1950er Jahren damit. Doch die Verfügbarkeit großer Datenmassen sowie der entsprechenden Rechen- und Speicherkapazitäten macht KI-Anwendungen skalierbar. BlackRock arbeitet daran, diese im Sinne der Anleger möglichst optimal zu nutzen. Dafür wurde kürzlich das BlackRock Lab for Artificial Intelligence ins Leben gerufen. Ziel ist, KI mehr Menschen in unserer Branche zur Verfügung zu stellen. Denn eines ist sicher: Wir haben erst begonnen, an der Oberfläche der Möglichkeiten zu kratzen.