Stimmrechte nutzen Vanguard ernennt Team-Chefin für Mitspracherechte

Soll sich um Stimmrechte und Firmendialog in Europa kümmern: Adrienne Monley | © Vanguard

Soll sich um Stimmrechte und Firmendialog in Europa kümmern: Adrienne Monley Foto: Vanguard

Die Fondsgesellschaft Vanguard hat Adrienne Monley zur Leiterin der sogenannten Investment Stewardship für Europa ernannt. Sie soll ein entsprechendes Team in der Vanguard-Europazentrale in London aufbauen.

Unter dem Begriff Stewardship versteht man die Art und Weise, wie Vanguard die Stimmrechte aus den in den Fonds enthaltenen Aktien nutzt. Denn als Inhaber der Aktien – Fondsanleger sind nur indirekte Aktionäre – bekommt Vanguard auf vielen Hauptversammlungen enorme Mitspracherechte. Vanguard ist einer der weltgrößten Anbieter von Indexfonds und damit zum Beispiel einer der größten Anteilseigner an den Unternehmen im Aktienindex S&P 500.

Nun wolle man durch das neue Team über Stimmrechte und Dialog mit den Chefetagen der Aktiengesellschaften die Interessen seiner Anleger in britischen und europäischen Unternehmen vertreten, heißt es von Vanguard. Was das genau heißen soll, bleibt aber erst einmal offen. Außerdem soll das neue Team Stewardship- und Governance-Themen (Govermance = Unternehmensführung) analysieren und Vanguard helfen, in entsprechenden europäischen Branchenverbänden mitzuarbeiten.

„Bisher war unser Stewardship-Programm zentral am Vanguard-Stammsitz in den USA angesiedelt. Allerdings wachsen unsere Beteiligungen an europäischen Unternehmen, und auch unsere Engagements in Europa gewinnen an Bedeutung. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ein neues, europäisches Stewardship-Team in London“, sagt Glenn Booraem, Investment Stewardship Officer bei Vanguard.