So werden Kryptowährungen „geschürft“ Wie heiße Luft den Bitcoin-Boom befeuert

Philip Salter: Der Münchner leitet die Bitcoin-Fabrik von „Genesis Mining“ in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik.  | © Getty Images

Philip Salter: Der Münchner leitet die Bitcoin-Fabrik von „Genesis Mining“ in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Foto: Getty Images

Auf rund 17 Millionen summiert sich die Zahl aller Bitcoins, die aktuell weltweit im Umlauf sind. Damit ist die Höchstmenge der virtuellen Währungseinheiten von 21 Millionen noch lange nicht erreicht. Das heißt, spezialisierte IT-Betriebe können die virtuelle Geldeinheit weiterhin dezentral aus dem Nichts „schöpfen“. 

Statistik: Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Bitcoins (BTC) von März 2016 bis März 2018 (in Millionen) | Statista
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Wie das so genannte Schürfen von Bitcoins funktioniert, zeigt Spiegel Online in einer aktuellen Reportage aus Reykjavík. Auf Island ist das Geschäft der „Miner“ besonders lukrativ, da die dortigen Geothermie-Kraftwerke aus 240 Grad Celsius heißem Dampf günstig erzeugten Strom für die zahlreichen Großrechner liefern, die aufgrund der kalten Außentemperaturen wiederum kaum gekühlt werden müssen.

„Bitcoin bei Blase Nummer 5“ 

Ein Nutznießer dieser guten Voraussetzungen ist beispielsweise das Unternehmen Genesis Mining, das auf Island Hallen anmietet, um dort Computer aufzustellen. Darauf setzen nach Angaben von Betriebschef Philip Salter „weit über eine Million Kunden“. Diese Anleger erhalten nach Firmenangaben tägliche Auszahlungen.

Die jüngst heftigen Kursschwankungen der Kryptowährungen gefährden laut Salter nur bedingt das Vertrauen der Interessenten. „So schlimm sieht es nicht aus für Bitcoin“, zitiert Spiegel Online Salter. Betrachte man die Kursentwicklung über die Jahre, sei man aktuell bei Blase Nummer fünf. Auch die werde der Bitcoin überstehen.