Europa wird abgehängt Die 5 größten Unternehmen im Jahr 2025

Blick in die Zukunft: Ein Mann trägt eine Brille für sogenannte Augmented Reality (erweiterte Realität) auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona im Februar 2018 | © Getty Images

Blick in die Zukunft: Ein Mann trägt eine Brille für sogenannte Augmented Reality (erweiterte Realität) auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona im Februar 2018 Foto: Getty Images

Die Aktienspezialisten von Mainfirst Asset Management wagen einen Blick in die Zukunft und sagen voraus: Bis zum Jahr 2025 wird sich auf der Liste der weltweit größten Unternehmen einiges verändern. Während heute Apple, Alphabet und Microsoft an der Börse am meisten wert sind, werden 2025 voraussichtlich Alibaba, Tencent und Amazon die Liste anführen.

Und warum? „Sie profitieren in den kommenden Jahren von den Zukunftsthemen E-Commerce, künstliche Intelligenz, digitale Werbung und selbstfahrende Autos“, sagt Frank Schwarz, der die Analyse geleitet hat und den Aktienfonds Mainfirst Global Equities managt (ISIN: LU0864709349).

Dabei vermutet Schwarz, dass sich die Schwergewichte bis 2025 stärker nach Asien verschieben. „Unter den bedeutendsten 20 Konzernen werden dann die meisten ihren Sitz in China, Südkorea und Taiwan haben. Nur die US-Westküste rund ums Silicon Valley kann als Standort noch mithalten. Europa hingegen ist völlig abgehängt – und ein Comeback erscheint nicht realistisch“, meint Schwarz.

2017 zählte Mainfirst mit Nestlé und AB Inbev noch zwei europäische Unternehmen unter den Top-20, schon ab 2020 schafft es wohl keines mehr in die Liste. „Vor 50 Jahren war das noch ganz anders, als Konzerne aus der Automobil-, Öl- und Stahlbranche ganz oben standen. Nun aber booten Technologiewerte alle anderen aus“, erklärt Schwarz. Als Gründe nennt er: „Die USA beispielsweise profitieren von der Einwanderungspolitik der letzten Jahrzehnte gepaart mit den Aufstiegschancen im Bildungssystem sowie einer starken Venture-Capital-Szene: Viele Kinder von Immigranten sind als Gründer außerordentlich erfolgreich geworden – ein Beispiel ist Sergey Brin, einer der beiden Google-Gründer.“ In Deutschland hemmen laut Schwarz dagegen politische Rahmenbedingungen und das schlecht entwickelte digitale Netz technologische Entwicklungen. „Die besten deutschen Köpfe sind daher abgewandert und haben die zweite und dritte Führungsebene von Unternehmen wie Amazon oder Microsoft erobert.“

In unserer Bildstrecke lesen Sie, welche Unternehmen Mainfirst 2025 an der Weltspitze erwartet und welche in der Vergangenheit dort waren.