Verbraucherumfrage Nur Jüngere würden in Bitcoin bezahlen

Bitcoin und US-Dollar: Kryptowährungen werden hierzulande kaum als Ersatz für traditionelles Geld angesehen. | © David McBee

Bitcoin und US-Dollar: Kryptowährungen werden hierzulande kaum als Ersatz für traditionelles Geld angesehen. Foto: David McBee

Gerade einmal 2,5 Prozent der Deutschen nutzen laut einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Civey für die Zeitschrift Wirtschaftswoche bereits Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin zum Bezahlen. Für die Zukunft vorstellen können es sich demnach immerhin 10,6 Prozent der Teilnehmer.

„Am stärksten hängt die Akzeptanz von Kryptowährungen mit dem Alter zusammen“, zitiert die Wirtschaftswoche Civey-Vorstandschef Gerrit Richter. „Bei Menschen unter 40 Jahren ist jeder Vierte offen für die Zahlung mit Kryptowährungen“, so Richter weiter. Zum Vergleich: „Bei den über 65-jährigen ist es nur jeder Zwanzigste.“

Angst vor starken Kursschwankungen

Ein kategorisches Nein zu dem Kryptogeld sagten in der Umfrage dagegen 55,1 Prozent der mehr als 10.000 Befragten. Und weitere 23,3 Prozent möchten sie eher nicht verwenden. Ein wichtiger Grund für die schlechten Chancen seien die starken Kursschwankungen bei Bitcoin und Co. Das mache die Verwendung im Alltag schwierig.

Auch auf Seiten der deutschen Unternehmer herrscht kaum Begeisterung dafür, Kundenzahlungen in Kryptowährungen zu akzeptieren. Nur 7 Prozent von ihnen können sich das innerhalb der nächsten zwei Jahre vorstellen, ergab eine weitere Umfrage der Wirtschaftsverbände Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer für die Wirtschaftswoche.

Cybergeld eine „monetäre Episode“?

Von den knapp 600 befragten Firmenchefs lehnen 80 Prozent diese Idee ab. Denn viele sind skeptisch, ob sich Kryptowährungen überhaupt langfristig am Markt durchsetzen können. Dies erwarten laut der Umfrage nur 19 Prozent der Unternehmer. 46 Prozent der Befragten sind sich aber unsicher, ob Cybergeld eine „monetäre Episode“ ist.