Vermittlerschwund setzt sich weiter fort Fast 15.000 weniger DIHK-Registrierungen binnen 6 Monaten

DIHK-Zentrale in Berlin: Die Dachorganisation der  Industrie- und Handelskammern erfasst regelmäßig die Zahl der in Deutschland registrierten Vermittler. | © DIHK/Michael Tewes

DIHK-Zentrale in Berlin: Die Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern erfasst regelmäßig die Zahl der in Deutschland registrierten Vermittler. Foto: DIHK/Michael Tewes

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Der Trend hat sich fortgesetzt: Nachdem die Zahl der Versicherungsvermittler bereits im ersten Quartal dieses Jahres deutlich rückläufig war, kamen im zweiten Quartal abermals Verluste hinzu.

Demnach waren zum Stichtag 2. Juli 2018 nur noch 206.110 Vermittler registriert (inklusive 344 Versicherungsberater). Das sind 5.394 Registrierungen oder 2,6 Prozent weniger im Vergleich zur letzten Analyse von Anfang April.

Das zeigt das aktuelle Vermittlerregister des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Am Jahresanfang waren noch 220.825 Vermittler registriert. Zur Einordnung: 2011 standen noch fast 263.000 Einträge zu Buche.

Welche Vermittlergruppen sind vom Mitgliederschwund besonders betroffen?

Am stärksten ist der Rückgang bei den gebundenen erlaubnisfreien Versicherungsvertretern (gemäß Paragraf 34d Absatz 4 GewO) zu erkennen. Hier ging es um 4,1 Prozent gegenüber Anfang April nach unten. Bei den Vertretern mit Erlaubnis (34d Absatz 1) schrumpfte die Zahl um 1,1 Prozent. Und auch bei den Maklern gab es ein kleines Minus: um 0,2 Prozent, was 107 weniger Einträge binnen drei Monate bedeutet – und das, obwohl im April noch ein leichtes Plus zu erkennen war.

Doch es gibt auch Zuwächse. So hat es laut Auswertung in manchen Bereichen auch teils deutliche Zuwächse gegeben. So konnten die produktakzessorischen Vermittler sich um 10 Prozent auf 4.217 Einträge vervielfachen. Und auch bei den Versicherungsberatern kamen 8,5 Prozent hinzu, bei nunmehr 344 Mitgliedern.