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Schroders Institutional Investor Study 2018 Institutionelle Anleger: Nachholbedarf bei Nachhaltigkeit

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Die Bedeutung nachhaltigen Investierens wird steigen

Insgesamt gab eine deutliche Mehrheit der Investoren (74 Prozent) weltweit an, dass nachhaltiges Investieren in den nächsten fünf Jahren an Bedeutung zunehmen dürfte. Dies ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem vergangenen Jahr. Damals teilten 67 Prozent der Befragten diese Ansicht. Etwas weniger als die Hälfte (47 Prozent) gab außerdem an, während der vergangenen fünf Jahre stärker in nachhaltige Investments allokiert zu haben.

Die Bereiche Unternehmensstrategie, Klimawandel und Qualität der Rechnungslegung wurden als die wichtigsten Segmente genannt, in denen Investoren auf Unternehmen Einfluss nehmen sollten.

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Anlegern bereitet nachhaltiges Investieren oft Schwierigkeiten

Über drei Viertel der Investoren (77 Prozent) räumten ein, dass ihnen nachhaltiges Investieren Schwierigkeiten bereitet – das ist derselbe Prozentsatz wie im Vorjahr. Herausforderungen sahen sie in erster Linie bei der Wertentwicklung ihrer Anlagen. 51 Prozent gaben dies als Grund an, warum sie nicht nachhaltig investieren – was, verglichen mit 44 Prozent im Vorjahr, einen Anstieg bedeutet.

Weitere Hürden für nachhaltiges Investieren sahen Investoren in mangelnder Transparenz und in Schwierigkeiten bei der Risikomessung.

Mehr als ein Drittel der Investoren (34 Prozent) weltweit sagten, dass sie ihre Allokation zugunsten nachhaltiger Anlagen aufstocken würden, wenn nachgewiesen wäre, dass dies bessere Renditen nach sich zieht. Interessanterweise ist dieser Anteil bei Investoren aus Nordamerika auf knapp die Hälfte (49 Prozent) gestiegen.

Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck

„Auch hierzulande könnten sich institutionelle Investoren sicherlich noch deutlich stärker für Nachhaltigkeit einsetzen“, kommentiert Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei Schroders in Frankfurt am Main. „Ein solches Engagement sehen wir dabei keineswegs nur als Selbstzweck, zum Beispiel für eine sauberere Umwelt oder verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit und Rendite Hand in Hand gehen.

Denn diejenigen Unternehmen, die Nachhaltigkeitskriterien in ihren Wertschöpfungsprozess einbeziehen, sind besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet und besitzen daher langfristig die stabileren Geschäftsmodelle. Gerade für sie ist auf lange Sicht eine überdurchschnittliche Ertragsentwicklung zu erwarten. Daher ermutigen wir unsere institutionellen Geschäftspartner beständig dazu, dem Faktor Nachhaltigkeit noch stärkere Aufmerksamkeit zu schenken.“

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