Weltwassertag Mit künstlicher Intelligenz gegen Wasserverknappung

Indische Jugendliche feiern den Weltwassertag: Der Tag ruft zur Erhaltung der weltweiten Trinkwasserressourcen auf. | © Getty Images

Indische Jugendliche feiern den Weltwassertag: Der Tag ruft zur Erhaltung der weltweiten Trinkwasserressourcen auf. Foto: Getty Images

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Ein Viertel eines Prozents. So viel Wasser der Welt ist nutzbar. Der Rest ist zu salzig, zu verschmutzt oder gefroren. Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung und dem Aufkommen der Mittelklasse nimmt der Druck auf diese lebenswichtige, aber knappe Ressource zu. Bis 2030 wird unser Planet laut UNESCO mit einer 40-prozentigen Verknappung der Süßwasserversorgung konfrontiert sein.

Wasserstress: Süßwasserentnahme als Prozentsatz der Wasserreserven:

Gesamtwasserentnahme aus Landwirtschaft, Industrie und kommunaler/heimischer Nutzung. Quelle: UN Food and Agriculture Organization, Our World in Data; Daten für den Zeitraum 2012-2014.

Wir müssen eindeutig dafür sorgen, dass das Wasser weiter fließt. Das bedeutet, weniger zu verbrauchen, mehr zu recyceln und die derzeit nicht nutzbaren Reserven zu nutzen.

Um dies zu erreichen, sind Investitionen sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors, Bildungsprogramme für alle Altersgruppen erforderlich, und es braucht Technologie und Innovation, um die Produktivität der Ressource Wasser zu verbessern. Die Wasserstrategie von Pictet Asset Management konzentriert sich insbesondere auf den Beitrag, den Investitionen und Technologien leisten können.

Weniger verbrauchen

Die Landwirtschaft ist ein Top-Ziel für die Wassertechnologie, da sie bei weitem der größte Nutzer der Flüssigkeit ist.

Wachsender Durst: Globaler Frischwasserverbrauch (in Billionen Kubikmetern)

Quelle: Global International Geosphere-Biosphere Programme (IGB), Our World in Data. Daten für den Zeitraum 01.01.1901-31.01.2014.

Sie macht 70 Prozent des weltweiten Gesamtverbrauchs von rund 5.000 Kubikkilometern pro Jahr aus.

Die Präzisionsbewässerung ist eine der Innovationen, die darauf abzielt, die kostbare Wasserressource zu erhalten, indem sie sowohl den Flüssigkeitsverbrauch der Landwirtschaft reduziert als auch die erforderliche Menge an Fungiziden, Herbiziden und Pestiziden senkt – was wiederum die Wasserverschmutzung reduziert.

So kann beispielsweise die neue sensorgestützte Internet-of-things-Technologie (IoT) genau bestimmen, wann und in welcher Menge Wasser benötigt wird. Dies senkt den Wasserverbrauch und steigert den Ernteertrag.

In kleinerem Maßstab können intelligente Sprinkler, die über eine Handy-App gesteuert werden, den Wasserverbrauch in Hausgärten reduzieren. Diese Technologien sind bereits ein großes Geschäft. Der globale Markt für Mikrobewässerungssysteme wird sich bis 2025 voraussichtlich mehr als verdreifachen und 14,9 Milliarden US-Dollar erreichen.