Aktive zeigen Leistung Deutsche Aktienfonds schlagen den Markt

Siemens-Chef Joe Kaeser auf der Sicherheitskonferenz in München: Siemens ist derzeit der größte Wert in Standardindizes für deutsche Aktien | © Getty Images

Siemens-Chef Joe Kaeser auf der Sicherheitskonferenz in München: Siemens ist derzeit der größte Wert in Standardindizes für deutsche Aktien Foto: Getty Images

Auf deutsche Aktien spezialisierte Fondsmanager haben im abgelaufenen Jahr offenbar gute Arbeit abgeliefert. So landeten rund 61 Prozent von ihnen vor dem Vergleichsindex. Das ergibt eine aktuelle Statistik des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices, die sich auf das Gesamtjahr 2017 bezieht. In der „S&P Indices Versus Active Funds (SPIVA) Europe Scorecard“ vergleichen die Analysten aktiv gemanagte Aktienfonds mit entsprechenden Vergleichsindizes aus dem eigenen Hause. Der Dax taucht also beispielsweise nicht auf, sondern der etwas breiter gefasste S&P Germany BMI.

Für Europa gilt der S&P Europe 350, und den ließ gut jeder zweite aktive Europa-Fondsmanager hinter sich (53 Prozent). Für die Eurozone liegt der Wert bei lediglich 26 Prozent und für die USA bei 29 Prozent. Hier greift der klassische S&P 500 als Vergleichsindex.

Doch über längere Zeiträume ergibt sich das übliche Bild: Die Zahl der Index-schlagenden Manager sinkt rapide. So sind es bei deutschen Aktien über fünf Jahre 28 Prozent und über zehn Jahre nur noch 25 Prozent. Doch im Vergleich mit Europa-Fonds ist das noch viel. Denn dort sind es über fünf Jahre 27 Prozent und auf zehn Jahre 15 Prozent. Den US-Aktienindex S&P 500 im Dauerlauf zu besiegen, schaffte kaum noch jemand. Über fünf Jahre schlugen ihn 4 Prozent und über zehn Jahre nur noch 2 Prozent der Fondsmanager.

Und in der Königsklasse, den globalen Aktien? Hier packten es im abgelaufenen Jahr immerhin 46 Prozent der aktiven Manager. Auf Sicht von fünf Jahren sind es jedoch nur noch 5 Prozent und über zehn Jahre 1 Prozent.

Grundlage für die Studie sind die Vergleichsgruppen der Rating-Agentur Morningstar. Die Analysten berücksichtigten auch den Umstand, dass nicht alle Fonds über den gesamten Betrachtungszeitraum existieren und vom Markt verschwinden („Survivorship Bias“).