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Peter Scharl leitet bei Blackrock das Privatkundengeschäft und das Geschäft mit Indexfonds (ETFs) unter der Marke iShares in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Er arbeitet seit 2007 bei Blackrock. | © Piotr Banczerowski

Blackrock-Mann Peter Scharl

„Der Königsweg für den Massenmarkt“

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DAS INVESTMENT: Aktive und passive Produkte werden am Beratermarkt noch immer gern als Konkurrenzprodukte betrachtet. Warum hat Blackrock die beiden Ressorts nun unter dieselbe Führung, also Ihre, gestellt?

Peter Scharl: Ob ETF oder aktiver Investmentfonds, wichtig ist doch, dass jeder die Möglichkeit zum Investieren hat und das passende Anlagevehikel findet. Unser Ziel ist es, die Geldanlage zu demokratisieren, also Eintrittsbarrieren so weit wie möglich abzuschaffen. Aufgrund unserer Expertise haben wir die Möglichkeit, Anlegern genau die Lösungen anzubieten, die sie suchen. Seien es nun der ETF-Sparplan ab 25 Euro, aktiv gemanagte Investmentfonds oder Private-Markets-Anlagen wie Private Equity, Infrastruktur-Investments oder Private Debt. Die Zusammenführung der Vertriebsteams in unseren deutschen Niederlassungen ist daher ein logischer Schritt und die Chance, Komplexität für unsere Kunden zu verringern.

Welche Produkte gibt es bereits, in denen Blackrock aktive und passive Fonds kombiniert?

Scharl: Ein gutes Beispiel sind unsere Blackrock Managed Index Portfolios, die wir bereits 2015 aufgelegt haben. Der Einsatz von ETFs bei den insgesamt vier Fonds ermöglicht nicht nur die Investition in über 7.500 Einzeltitel, sondern macht die Produkte auch besonders günstig. Auch Berater profitieren, denn eine Komplettlösung wie diese spart Zeit, die Kundenberatung rückt noch stärker in den Fokus. Darüber hinaus können Kunden und Berater jederzeit die Asset-Allokation der Fonds bis auf Einzeltitelebene auf unserer Website einsehen. Damit setzen wir einen neuen Standard in Sachen Transparenz bei aktiv gemanagten Fonds.

Was kann aktives Management leisten, in welchen Segmenten ist man mit passiven Fonds besser bedient?

Scharl: Grundsätzlich werden alle Portfolios aktiv verwaltet, auch wenn sie zu 100 Prozent passive Bausteine nutzen. Denn schlussendlich ist auch der Kauf eines ETFs eine aktive Anlageentscheidung. Ziel von aktivem Management muss es sein, einen klaren Mehrwert zu leisten. Dies können ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis, der klare Zuschnitt auf die Anlageziele des Kunden oder die Berücksichtigung besonderer Anlagebestimmungen sein. Aktives Management kann aber auch Investitionen ermöglichen, die ansonsten für Anleger nicht zugänglich sind, so zum Beispiel Private-Markets-Anlagen.

Sie sagten einmal, dass Berater künftig mehr mit ihren Kunden arbeiten sollten, um sie besser zu verstehen. Dafür bekommen sie die Vermögensanlage fertig geliefert. Wie sieht so eine Anlage aus?

Scharl: Kunden wünschen heutzutage in vielen Fällen eine umfassende, ganzheitliche Beratung und Finanzplanung. Der Berater befasst sich dabei mit einem sehr breiten Themengebiet, welches zunehmend komplex wird. Die Vermögensanlage stellt einen wichtigen Teilbereich dar, in dem der Trend klar in Richtung komplexitätsreduzierender Lösungen geht – sowohl für Berater als auch für Kunden. Seien es leistungsfähige Vermögensverwaltungen oder pauschale Gebührenmodelle wie All-in-Fees, bei denen die Portfolios der Basis von Musterportfolios konsistent umgesetzt werden. Dabei können wir unsere Vertriebspartner umfangreich unterstützen. Sei es mit Investment-Bausteinen für die Vermögensverwaltung und All-in-Fee-Modelle oder bei der Portfoliokonstruktion sowie Risikoanalysen mithilfe von Aladdin. Oder natürlich mit unseren Multi-Asset-Lösungen, wie den Blackrock Managed Index Portfolios.

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