Suche
Stephan Eugster (Gastautor)Lesedauer: 5 Minuten

Impact Investing Die wahren Profiteure der Erderwärmung

Crewmitglieder der Expedition Ocean Change vor dem Aufbruch in Kiel
Crewmitglieder der Expedition Ocean Change vor dem Aufbruch in Kiel: Der schwedische Wärmepumpen-Spezialist Nibe unterstützt die Forschungsreise von Arved Fuchs und seiner Crew entlang des Golfstroms – der „größten Wärmepumpe der Welt“. | Foto: Nibe Systemtechnik GmbH

55 Prozent – um so viel will die Europäische Kommission mit ihrem Fit-for-55-Paket die Treibhausgasemissionen der Europäischen Union bis 2030 im Vergleich zu 1990 senken. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, muss sich allerdings jeder von uns warm anziehen, denn der Energiebedarf des Gebäudesektors für Raumklimaregulierung rückt vermehrt in den Fokus der Nachhaltigkeitsbestrebungen. Unternehmen, die energieeffiziente Heiz- und Kühllösungen für Gebäude liefern können, werden von diesem neuen Vorstoß der EU langfristig profitieren können. Das schwedische Unternehmen Nibe (ISIN: SE0015988019) ist einer der Vorreiter auf diesem Gebiet.

Das Fit-for-55-Paket ist eine konkrete Verpflichtung des europäischen Kontinents gegenüber dem Ziel, Klimaneutralität bis im Jahr 2050 zu erreichen. Ohne das Paket würde die EU ihr Ziel verfehlen und lediglich eine Emissionsreduktion von vielleicht 60 Prozent erzielen können. Bisherige Klimavorschriften hatten vor allem die Dekarbonisierung des Strom- und Industriesektors im Visier, wobei andere Klimasünder vernachlässigt wurden.

Im Zuge dessen ist der Emissionsausstoß im Strom- und Industriesektor in den letzten Jahren stark gefallen, wohingegen die Emissionen in den Gebäude- und Transportsektoren sich entweder kaum von der Stelle bewegt haben oder sogar gestiegen sind. Somit sind die beiden Sektoren für jeweils 35 und 22 Prozent der EU-Emissionen verantwortlich und kommen nun mit den neuen Maßnahmen unter Zugzwang.

Steigende Heiz- und Energiekosten drohen

Mit 35 Prozent fällt der Gebäudesektor besonders ins Gewicht. Vorgesehen ist ein breiter Maßnahmenkatalog, der unter anderem ein neues EU-Emissionshandelssystem (ETS) für Gebäude und den Straßenverkehr, eine neue Energiebesteuerung in Europa und höhere Zielvorgaben für erneuerbare Energien umfasst. Sollte das Paket verabschiedet werden, haben die klimapolitischen Maßnahmen das Potenzial, über höhere Heiz- und Energiepreise das tägliche Leben jedes einzelnen Bürgers zu betreffen. Das birgt das Risiko politischer Kontroverse oder gar sozialer Unruhen, sollte keine Lösung für sozial schwache Haushalte gefunden werden können.

Der neue klimapolitische Fokus der EU dürfte die Nachfrage nach energieeffizienten Raumklimalösungen deutlich antreiben, da das Beheizen und Kühlen von Gebäuden 50 Prozent des gesamten Energiekonsums des EU-Staatenverbunds ausmachen. Nachhaltige Lösungen in diesen Bereichen können maßgeblich dazu beitragen, den Energieverbrauch und die damit einhergehenden Emissionen einzudämmen. Das schwedische Unternehmen Nibe stellt bereits seit fast 70 Jahren genau solche Produkte her, die in einer breiten Palette von Gebäudearten zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema
EdelmetalleSilber ist Gold wert für die Industrie – und damit auch für Anleger
Forderungen des DDVAufsicht muss Wettbewerbsfähigkeit des Finanzmarkts sichern
ANZEIGE
Investieren gegen die KlimakriseDer grüne Wandel steht noch ganz am Anfang