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Konter DWS weist Vorwürfe zurück

Eingang der DWS in Frankfurt.
Eingang der DWS in Frankfurt. | Foto: imago images / Hannelore Förster

In den USA ermitteln die Börsenaufsicht SEC und die Bundesstaatsanwaltschaft gegen die Fondsgesellschaft DWS. Es geht um die Frage, ob sie das betreute Vermögen tatsächlich so nachhaltig nach sogenannten ESG-Kriterien managt, wie sie behauptet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Jetzt hat sie sich erstmals zu den aktuellen Vorwürfen geäußert. In einer Pressemitteilung weist sie die ihrer Meinung nach unbegründeten Vorwürfe zurück und verweist auf ihre „lange Tradition in nachhaltigem und verantwortungsvollem Investieren“. Man habe ESG als Eckpfeiler in der Strategie definiert und wolle ein führender ESG-Vermögensverwalter werden. Das komplette Schreiben lesen Sie hier.

Außerdem geht das Unternehmen auf den Unterschied zwischen ESG-integriertem Geld und Geld, das es als ESG-dezidiert bezeichnet. ESG-integriert sei alles, was aktiv gemanagt und zu mindestens 90 Prozent mit ESG-Daten abgedeckt sei. Dieses Geld habe sie ausdrücklich nicht auf ESG-dezidiertes Geld angerechnet, heißt es weiter.

Auf der weiterhin erwähnten Seite 106 im Geschäftsbericht für 2020 stehen die entsprechenden Zahlen. Demnach hatten Ende 2020 rund 58 Milliarden Euro einen „dezidierten ESG-Ansatz“. Nimmt sie alle passiven, also indexgebundenen Anlagen hinzu, kommt sie auf 75,6 Milliarden Euro. Für „Portfolios mit ESG-Integrationsansatz“ weist sie insgesamt 459,2 Milliarden Euro aus.

Ob das alles stimmt, will ja bekanntlicherweise nun die SEC herausfinden. Die Fondsgesellschaft betont indes: „Die DWS steht zu den Offenlegungen in ihren Jahresberichten.“

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