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Wasseraufbereitung im ehemaligen Guinness-Brauhaus in Dublin: Der sehr hohe Wasserverbrauch der Lebensmittelindustrie eröffnet Chancen zur nachhaltigeren Nutzung dieser Ressource.  | © imago images / Pixsell Foto: imago images / Pixsell

Ressourcenverbrauch in der Industrie

Wassermanagement als Chance für Investoren

Dass die Umwelt für künftige Generationen geschützt werden muss, setzt sich im Wirtschaftsleben immer stärker durch. Die beabsichtigte Senkung der Kohlenstoffemissionen ist ein Schritt in die richtige Richtung – und Unternehmen unterliegen zunehmend der Kontrolle durch Regulierungsbehörden, Verbraucher und Aktionäre. Wassereffizienz ist ein weiteres entscheidendes Thema im Bemühen um Nachhaltigkeit.

Die Messung und der Vergleich der Wassernutzung in den verschiedenen Branchen hat oberste Priorität. Ein Ausgangspunkt ist das, das Schwellenwerte für die neun schädlichsten Umweltphänomene festlegt, die unseren Planeten gefährden: Sie reichen vom Klimawandel und Süsswasserverbrauch bis hin zum Verlust der Biodiversität und der verstärkten Landnutzung.

Dem Modell zufolge, das vom unabhängigen Forschungsinstitut Stockholm Resilience Center entwickelt wurde, liegt der globale nachhaltige Verbrauch von Süßwasser bei bis zu 4.000 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das entspricht laut Schätzungen weitgehend der aktuellen Nutzung. Bis zum Jahr 2030 dürfte der globale Wasserbedarf jedoch auf 6.900 Milliarden Kubikmeter ansteigen. Das übersteigt bei Weitem das zugängliche Angebot.

Industrie verbraucht ein Fünftel der Wassermenge

Rund ein Fünftel des Wasserverbrauchs rund um die Welt geht auf die Industrie zurück. Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei den Bemühungen, die Nutzung und Aufbereitung dieser wertvollen Ressource zu überdenken. Damit global die Nachhaltigkeitsgrenzen beim Wasserverbrauch nicht überschritten werden, dürften Studien zufolge die Unternehmen nicht mehr als 52.915 Kubikmeter Wasser pro 1 Million US-Dollar Umsatz verbrauchen.

Unternehmen, die ihren Verbrauch auf diese Weise beschränken, werden Kosten einsparen und mit einer geringeren Anfälligkeit für Wasserschocks belohnt. Außerdem dürften sie in der Gunst der zunehmend umweltbewussten Verbraucher und Regulierungsbehörden steigen.

Gerechter Vergleich

Beim Engagement zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen spielen Investoren eine entscheidende Rolle: Zum einen geben sie Unternehmen einen Impuls, in Wassereffizienz zu investieren, zum anderen suchen sie sich gezielt Unternehmen aus, die in dieser Hinsicht besonders innovativ und fortschrittlich sind.

Ceres, eine Forschungsgruppe und Interessenvertretung für Nachhaltigkeitsthemen, hat ein Toolkit entwickelt, um Investoren zu helfen, Wasserrisiken zu verstehen und in den Prozess der Portfolioallokation einzubeziehen. Dabei sind die verschiedenen Branchen entsprechend ihrer jeweiligen Anfälligkeit gegenüber wasserbezogenen Bedrohungen gekennzeichnet. Die in Boston ansässige Ceres-Gruppe empfiehlt auch, dass Investoren durch Ausübung ihrer Rechte als Anleger gezielt Einfluss auf das Wasserrisiko der Unternehmen nehmen.

Die Vereinten Nationen haben die Initiative „CEO Water Mandate“ ins Leben gerufen und fördern über ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) den universellen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen. Große Unternehmen wie Coca-Cola, Nestlé, Unilever und Siemens beteiligen sich an diesen Initiativen. Investoren haben es in der Hand, die Unternehmen, in die sie investieren, dazu zu bewegen, diesem Beispiel zu folgen.

Die UN konzentrieren sich auf die Wassernutzungseffizienz (WUE) als Kennzahl. Sie nennt die Bruttowertschöpfung pro Einheit Wasser, die von einem Land, einer Branche oder einem Unternehmen verbraucht wird.

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