ICE Zug der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Frankfurt: Mitarbeiter der Deutschen Bank sieht man dort künftig häufiger. Foto: imago images / Jan Huebner

Klimaschützer

Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen Bahn fahren

Die Deutsche Bank will bei Dienstreisen innerhalb der Bundesrepublik ab 1. Juli weitgehend auf das Flugzeug verzichten. Damit will das größte deutsche Geldhaus einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dass sich Geschäftsreisen durch diese Entscheidung gewiss verlängern, nimmt die Bank in Kauf.  

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, gilt die Bahn-Ansage für Reisen von Frankfurt nach Hamburg, Berlin oder München. Für längere Strecken, zum Beispiel von Hamburg nach München, sei das Flugzeug noch erlaubt. „Die Deutsche Bank setzt künftig stärker aus Zugreisen in Deutschland“, zitiert die Zeitung aus einer internen Mitteilung der Bank. So könne die Bank jährlich schätzungsweise 1.400 Tonnen CO2 einsparen. Gebucht werden darf 1. Klasse.

Die Deutsche Bahn hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele verpasst und will bis zur Mitte dieses Jahrhunderts klimaneutral operieren. Seit 2018 sind die Reisenden der Bahn mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs, erläutert der staatseigene Konzern. Sowohl in Berlin als auch in Hamburg fährt die S-Bahn mit 100 Prozent Ökostrom. Seit 2019 betreibt die Deutsche Bahn 33 ihrer Bahnhöfe mit 100 Prozent Ökostrom, darunter die 15 größten Bahnhöfe wie die in Berlin, München und Köln.

Mehr Nachhaltigkeit wagt nun auch die Deutsche Bank. Laut dem Zeitungsbericht hat sich das Institut unlängst erstmals messbare Nachhaltigkeits-Ziele verordnet. Bis Ende 2025 soll das Volumen an Finanzierungen und Anlagen, die ökologisch und sozial verträglich sind und guter Unternehmensführung genügen, auf mehr als 200 Milliarden Euro steigen. Neben dem Kreditportfolio umfasse das Programm auch das verwaltete Vermögen.

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