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Errichterschiffe für Offshore-Windkraftanlagen Foto: imago images / alimdi
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Analysten-Umfrage von Fidelity zum Thema ESG Versorger haben die besten Chancen

Der Übergang in eine kohlenstoffarme Welt birgt viele Risiken für Unternehmen. Die erste speziell auf ESG abzielende Fidelity-Umfrage unter den Analysten des Investmenthauses zeigt jedoch, dass der Weg Richtung Netto-Null für Firmen in einigen Sektoren weniger die Bilanzen bedroht, sondern vielmehr Chancen auf Gewinne bietet. Die Befragung legt große Unterschiede zwischen Regionen und Sektoren offen. Das betrifft sowohl die angestrebten Ziele für CO2-Senkungen als auch die dafür erforderlichen Investitionen.

Nach Ansicht der Analysten bieten sich für Versorger derzeit die besten Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Investitionen in saubere Energien. Auch für Anleiheinvestoren sind sie interessant, wie ein in Europa ansässiger Rentenanalyst darlegt: „Versorgungsunternehmen werden ihren Anteil an erneuerbaren Energien erhöhen und haben dies über langfristige Verträge abgesichert. Das stärkt ihr Kreditprofil und ermöglicht es ihnen, die Finanzierungskosten zu senken, da die führenden Unternehmen als sicherere Investments wahrgenommen werden.“

Am anderen Ende der Skala befindet sich der von den Versorgern inhaltlich gar nicht so weit entfernte Energiesektor. Da fossile Brennstoffe nach und nach verschwinden, sind hier die Risiken besonders groß und die Chancen eher gering. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Unternehmen bereits aufgerufen, die Suche und Erschließung von neuen Öl- und Gasvorkommen einzustellen. Die Analysten erwarten allerdings, dass die Unterschiede zwischen den beiden Sektoren mit der Zeit verschwinden. Denn Versorger und Energiefirmen dürften durch Übernahmen und Fusionen zunehmend zu großen sauberen Energiezentren verschmelzen. 

Industrie und Grundstoffe: Hohe Chancen, aber auch Risiken

Neben den Versorgern stehen der Industrie- und Grundstoffsektor oben auf der Chancenliste der Analysten. Ausrüstung für erneuerbare Energien, Ladestationen für E-Fahrzeuge, Maschinen für die Elektrifizierung der Eisenbahn und Elektrolyseure für die Herstellung von Wasserstoff sind nur einige Beispiel für Anlagegüter mit steigender Nachfrage. Allerdings sehen die Analysten in den Sektoren auch vergleichsweise hohe Risiken: Regulierung, die Disruption der Lieferketten und Unternehmen mit Altlasten. Bei den Grundstoffen kommen noch hohe Kosten für die Dekabonisierung hinzu, etwa in der Stahl- oder Zementindustrie.

Aber nicht nur in den Sektoren, auch regional sind Unterschiede auf dem Weg zur Klimaneutralität zu beobachten. So schätzen 71 Prozent der für Europa zuständigen Fidelity-Analysten, dass die von ihnen analysierten  Unternehmen sich die richtigen Ziele gesetzt haben, um bis 2050 klimaneutral zu agieren. In Lateinamerika, Osteuropa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika schätzt das kein einziger. Der globale Durchschnittswert liegt bei etwa 50 Prozent, was bedeutet, dass die Hälfte der Analysten meint, dass Unternehmen ihre Ziele nach oben korrigieren müssen, um die Netto-Null bei den Treibhausgasemissionen zu erreichen. Neben Europa schneidet Japan hier überdurchschnittlich in der Analysteneinschätzung ab. 

Chinesische Unternehmen erhöhen Investitionen

Für China sehen rund 30 Prozent der Analysten die Ziele richtig gesetzt. Allerdings kommen die Unternehmen langsam in Schwung, nachdem Chinas Führung im vergangenen Jahr verkündete, bis 2060 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Seitdem würden auch Unternehmen sich vermehrt Ziele für Emissionssenkungen setzen und die damit verbundenen Investitionen hochschrauben.

Dies könnte ein Grund sein, warum die Analysten im weltweiten Vergleich in China die geringste Lücke zwischen den nötigen und den tatsächlichen Investitionen für den Wandel auf Zwölf-Monats-Sicht sehen. „Chinesische Unternehmen tendieren dazu, zu viel zu investieren, und sie haben einen Kostenvorteil. Selbst wenn im Inland ein Überangebot entsteht, können sie daher ins Ausland exportieren. So ist China beispielsweise der größte Exporteur für Solartechnologie“, sagt ein in China ansässiger Analyst.

Der Wandel zur kohlenstoffarmen Wirtschaft bringt aber auch wenig erwünschte Nebenwirkungen mit sich. Ein Fünftel der Befragten glaubt, dass Beschäftigte in den jeweiligen Sektoren ihren Job verlieren könnten. Einige Bereiche, etwa Versorger oder Industrieunternehmen, versuchen dies nach Ansicht der Analysten abzufangen. Das können Programme zur Frühverrentung sein oder auch Umschulungen. Allerdings vermissen die Analysten solche Maßnahmen gerade in den Sektoren, die wahrscheinlich am stärksten von Arbeitsplatzverlusten betroffen sein werden, beispielsweise Energie und Grundstoffe.

Um die CO2-Reduktionsziele zu erreichen, gilt die Verknüpfung der Managergehälter mit diesen Zielen als probates Mittel. Bislang nutzt dies nach Angaben der Fidelity-Analysten etwa ein Drittel der Unternehmen. Jedes zweite verlangt von seinen Vorständen ESG-Kriterien im Allgemeinen zu berücksichtigen.

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