Fridays-for-future-Demos Ökoworld bietet anwaltliche Hilfe an

Klima-Demo in Paris: Ökoworld will Schüler unterstützen, denen Strafen drohen | © Getty Images

Klima-Demo in Paris: Ökoworld will Schüler unterstützen, denen Strafen drohen Foto: Getty Images

Alfred Platow, Vorstandsvorsitzender der Fondsgesellschaft Ökoworld, hält nichts von der Kritik, dass Schüler bei den Freitagsdemos ihre Schulpflicht verletzen: „Die Botschaft der Fridays-for-Future-Demos darf nicht in der Debatte um die Schulpflicht untergehen. Politiker müssen die Kinder und Jugendlichen endlich ernst nehmen.“ Seit mehreren Wochen demonstrieren Schüler, Studierende und andere junge Menschen Freitag für Freitag gegen eine drohende Klimakatastrophe.

Angebot, einen Teil der Anwaltskosten zu übernehmen

Platow erklärt weiter: „In Deutschland und anderen Ländern erinnern sie daran, dass keine der heutigen Generationen stärker von politischer Starre und ewiger Diskutiererei um den heißen Brei betroffen ist als ihre eigene. Bei uns um die Ecke in Düsseldorf-Oberkassel erfordert es viel Mut, zur Demonstration zu gehen. Denn der Schulleiter des Comenius-Gymnasiums, Conrad Aust, verfolgt eine harte Haltung. Dies beschäftigte sogar den Landtag und Schulministerin Yvonne Gebauer. Aust soll laut Aussagen von Eltern tatsächlich Schülern, die in der Unterrichtszeit auf die Straße gingen, damit gedroht haben, die schwänzenden Teilnehmer namentlich der Bezirksregierung Düsseldorf zu nennen. Verbunden mit dem Hinweis, das Fernbleiben aus dem Unterricht könne auch eine Geldbuße nach sich ziehen. Ich halte die Drohung des Schulleiters für völlig unangemessen. Das Ganze wirkt so, als wolle Herr Aust Schülerinnen und Schüler abschrecken, ihr Demonstrationsrecht wahrzunehmen. Dass er der Bezirksregierung zusätzlich zur Anzahl der Fehlenden auch deren Namen melden will, ist einfach spießig und wird der Sache nicht gerecht. Denn Protest bedeutet Widerstand und nimmt dabei mitunter den Bruch von Regeln oder zumindest von Konventionen in Kauf. Die Ökoworld AG bietet aus Solidarität und Betroffenheit an, sollte es dazu kommen, gerne einen Teil der Anwaltskosten zu übernehmen, wenn Betroffene für ihr Engagement gegen den Klimawandel und das damit verbundene Fernbleiben vom Unterricht Rechtsbeistand in Anspruch nehmen müssen.“