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Goldhändler in Bangkok: Die Volatilität der Finanzmärkte lässt den Preis des Edelmetalls steigen.  | © Getty Images

BlackRock zu Edelmetallen „Besser physisches Gold zur Diversifikation nutzen“

Gold hat in den vergangenen Jahrzehnten eine starke Erfolgsbilanz aufzuweisen – sowohl bei der Performance während der Korrekturen an den Aktienmärkten als auch als Inflationsschutz. Seit 1970 gab es 13 Kalenderjahre, in denen sich der S&P 500-Index negativ entwickelt hat. Dagegen hat Gold in zehn dieser 13 Jahre besser abgeschnitten und konnte in sieben Jahren sogar beim Preis zulegen, wie auch die nachfolgende Übersicht zeigt:

Die Erfolgsbilanz von Gold

Quelle: BlackRock und Datastream, Februar 2019

Aktuell kostet eine Feinunze Gold 1.305 US-Dollar (Stand: 28. März 2019). Damit liegt der Preis noch weit unter den 1.895 US-Dollar vom Jahreshoch 2011. Es gibt dementsprechend Luft nach oben.

Betrachten wir das aktuelle makroökonomische Umfeld, wird dieses dominiert von einem labilen Wirtschaftswachstum und einem hohen geopolitischen Risiko. Die Bewertungen der Aktienmärkte sind trotz der jüngsten Rückschläge nach wie vor hoch. Sollten es an den Aktienmärkten weitere Probleme geben, sich das Wirtschaftswachstum verschlechtern, die globalen Handelsspannungen verschärfen oder die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen langsamer anheben als erwartet, halten wir eine gute Performance von Gold für wahrscheinlich.

Zwei wichtige Treiber für Goldpreis

Insgesamt wird im Jahr 2019 voraussichtlich die Investment-Nachfrage der wichtigste Treiber für den Goldpreis sein, insbesondere Terminkontrakte und ETF-Bestände. Schauen wir auf die aktuelle Anlegerpositionierung für Gold, liegt der Handel am Terminmarkt immer noch unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Was physisch gehandelte Gold-ETFs angeht, konnten wir ab Ende 2018 bis in die ersten Monate des Jahres 2019 hinein kontinuierliche Zuflüsse feststellen.

Längerfristig erwarten wir, dass die steigende physische Nachfrage in Asien und das Erreichen der maximalen Fördermenge in den Goldminen aufgrund von Kürzungen bei Unternehmensinvestitionen den Goldpreis stützen werden. Wahrscheinlich verharrt der Goldpreis 2019 weiterhin in einer engen Handelsspanne. Sollte es jedoch zu einer breiteren Schwäche des Aktienmarktes kommen, könnte der Preis jedoch kräftig steigen.

Physisches Gold zur Diversifikation nutzen

Was die Goldproduzenten betrifft, sind diese aus unserer Sicht vor allem mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Kosteninflation und den Risiken der Kapitaldisziplin. Daraus abgeleitet schätzen wir die durchschnittlichen Gesamtproduktionskosten auf derzeit 1.100 bis 1.200 US-Dollar pro Feinunze Gold. Für uns ist das ein Indiz, dass die Margen der Goldproduzenten derzeit knapp sind.

Im Hinblick auf die historischen Bewertungsniveaus erscheint Gold aktuell günstig und kann daher als Beimischung im Depot sinnvoll sein. Anleger sollten sich jedoch bewusst machen, dass physisches Gold im Gegensatz zu Aktien von Goldproduzenten die wirksameren Diversifikationsvorteile bietet.

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