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Bio-Produkte sind im Supermarkt häufig teurer Foto: imago images / YAY Images
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Blackrock-Studien zum nachhaltigen Investieren

Nur jeder Sechste kennt sich mit Nachhaltigkeit aus

Wie stehen Sie zum Geld und zum Anlegen? Blackrock wollte es mit der global durchgeführten People & Money-Studie genauer wissen und fragte auch in Deutschland nach. Die Ergebnisse zeigen, dass nachhaltiges Investieren immer wichtiger wird: 81 Prozent der Befragten wünschen sich, dass ihre Geldanlage eine positive Wirkung im Sinne von Nachhaltigkeit zeigt.

Dabei würde ein Drittel der Nicht-Anleger ein nachhaltiges Investment sogar zum Anlass nehmen, erstmals eine Geldanlage zu tätigen. Ein Fünftel der Anleger, die auch eine betriebliche Altersvorsorge haben, würden höhere Beiträge leisten, wenn der Arbeitgeber mehr auf nachhaltige Anlagen setzen würde.

Demgegenüber zeigte sich aber: Nur 15 Prozent der Befragten sind mit dem Begriff „nachhaltiges Investieren“ vertraut. Mehr als ein Drittel der Nicht-Anleger (38 Prozent) kann sich nichts konkret darunter vorstellen. Nur etwas mehr als der Hälfte der Befragten sind nachhaltige Investments ein Begriff.

Die Studienergebnisse verdeutlichen: Das Wissen über Nachhaltigkeitsanlagen ist nicht sonderlich stark ausgeprägt. 58 Prozent der Befragten denken, nachhaltig investieren bedeutet höhere Kosten. 53 Prozent erwarten niedrigere Renditen. Und 44 Prozent rechnen mit höheren Risiken. Dessen ungeachtet sind 74 Prozent der Befragten, die Geld anlegen, daran interessiert, in Nachhaltigkeit zu investieren und 77 Prozent würden – bei gleichbleibenden Konditionen, etwa im Hinblick auf Gebühren und Rendite – ohne weiteres auf Nachhaltigkeitsanlagen umsteigen.

Nachhaltige Kapitalanlagen binnen zehn Jahren verzehnfacht

Vorurteile sind oft nur schwer auszuräumen. Aufklärung tut daher not: Die wenigsten Anleger dürften wissen, dass die in nachhaltigen Investmentfonds verwalteten Kapitalanlagen zwischen 2009 bis 2019 um das Zehnfache zulegten – von 6,3 Milliarden auf 63,2 Milliarden Euro. Die Pandemie hat das Umdenken bei vielen aktiven Anlegern weiter beschleunigt. Der enorme Tribut, den die Corona-Krise für die Gesundheit, die Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen fordert, bewirkte in den vergangenen Monaten eine verstärkte Auseinandersetzung von Regierungen, Unternehmen und Investoren insbesondere mit Fragen der Resilienz in unsicheren Zeiten. Wichtige Erkenntnisse wurden gewonnen, um für künftige Krisen besser gewappnet zu sein.

Entwickeln sich nachhaltige Anlagen besser als traditionelle?

Nachhaltiges Investieren wird nicht immer einheitlich verstanden. Vermögensbesitzer wie -verwalter verwenden oftmals unterschiedliche Definitionen und Botschaften und handeln aus unterschiedlichen Beweggründen. Blackrock legt seinen Aktivitäten eine einfache Definition des nachhaltigen Investierens zugrunde: Traditionelle Anlagestrategien und Erkenntnisse über Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) werden mit dem Ziel verbunden, langfristig die Anlageergebnisse zu verbessern. Der weltgrößte Vermögensverwalter ist überzeugt: Unternehmen, die bei wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen führend sind, können sich besser entwickeln als jene, die diesen Aspekten keine große Bedeutung beimessen. Insbesondere dürften Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert genießt, nicht nur unter erschwerten Bedingungen, sondern auch in einem günstigen Marktumfeld besser abschneiden als ihre weniger nachhaltig wirtschaftenden Wettbewerber.

Der pandemiebedingte Marktabschwung stellte diese Überzeugung auf die Probe. Nach Morningstar-Angaben entwickelten sich im ersten Quartal 2020 51 der 57 hauseigenen Nachhaltigkeitsindizes besser als ihre breit gefassten Ursprungsindizes. Gleiches berichtete MSCI: 15 seiner 17 Nachhaltigkeitsindizes schnitten besser ab als die Nicht-ESG-Versionen – und das unabhängig von Anlageregion und Indexmethode. Diese Ergebnisse bestätigen auch das Fazit von Blackrock-Studien zur Resilienz von Nachhaltigkeitsstrategien während der Marktabschwünge von 2015 bis 2016 sowie 2018.

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