Erstellen Sie ein kostenloses Konto oder melden Sie sich an.
Vollständigen Artikel freischalten
Märkte bewegen Aktien, Zinsen, Politik. Und Menschen. Deshalb präsentieren wir dir hier die bedeutendsten Analysen und Thesen von Top-Ökonomen - gebündelt und übersichtlich. Führende Volkswirte und Unternehmensstrategen gehen den wichtigen wirtschaftlichen Entwicklungen clever und zuweilen kontrovers auf den Grund.
Da diese Artikel nur für Profis gedacht sind, bitten wir Sie, sich einmalig anzumelden und einige berufliche Angaben zu machen. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.
Erfahren Sie mehr über Vorbild USA
Alle Premium-Inhalte + E-Magazin
Exklusive Event-Einladungen als Erster erhalten
Fonds-Analysen und Vergleichstools
Bitte die E-Mail-Adresse ausfüllen oder über Google oder LinkedIn autorisieren
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.
oder
Autorisieren Sie sich über LinkedIn in dem gerade geöffneten Tab/Popup.
Ihr LinkedIn-Konto ist uns nicht bekannt.
Um die Autorisierung über LinkedIn zu aktivieren, müssen Sie sich registrieren.
Autorisieren Sie sich über Google in dem gerade geöffneten Tab/Popup.
IW-Forscherin Andrea Kurtenacker: Sie leitet das Kompetenzfeld berufliche Teilhabe und Inklusion beim IW Köln.Bildquelle: IW Köln
Jüngst hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ein amerikanisches Modell für die Analyse von Unternehmen in den Bereichen Barrierefreiheit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen aufgegriffen. Die IW-Forscherinnen Andrea Kurtenacker und Christiane Flüter-Hoffmann erklären, was sich dahinter verbirgt.
Seitdem vor 30 Jahren das amerikanische Gesetz zur Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet wurde, haben die Themen Diversity, Inklusion und Barrierefreiheit in den USA einen großen Aufschwung erfahren. Jetzt hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ein amerikanisches Instrument zur Analyse der Barrierefreiheit als vorbildlich auch für Unternehmen in Deutschland vorgestellt.
Im Sommer 2020 gedachten viele amerikanische Behindertenverbände sowie Betroffene selbst des Gesetzes, das der damalige US-Präsident George W. Bush genau vor 30 Jahren, am 26. Juli 1990, unterzeichnet hat: das Gesetz zur Gleichbehandlung von Amerikanern mit Behinderungen (Americans with Disabilities Act – ADA). Das Gesetz regelt für Menschen mit Behinderungen unter anderem Fragen der behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung bei Arbeitgebern mit mindestens 15 Beschäftigten, des öffentlichen Nahverkehrs oder der Telekommunikation.
Anfangs war das Gesetz stark umstritten, weil es in den ersten Jahren das Gegenteil von dem bewirkte, was eigentlich beabsichtigt war: Die Erwerbstätigenquote der Menschen mit Behinderungen sank. Als Grund dafür ermittelten verschiedene Forscher vor allem die steigenden Kosten der Arbeitgeber für die behinderungsgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze (DeLeire 2003, 259, 264).
Aber auch die unterschiedliche Ausgestaltung des Gesetzes in den Bundesstaaten hatte einen Effekt und die Tatsache, dass Menschen mit Behinderungen sich zunächst gänzlich vom Arbeitsmarkt abwandten und nicht mehr als arbeitssuchend geführt wurden. Das hatte eine Verringerung der Erwerbsquote zur Folge und es zeigte sich daher vermeintlich ein negativer Beschäftigungseffekt durch die geringeren Erwerbstätigenzahlen.
Auch heute noch gibt es einen großen Unterschied zwischen der Erwerbstätigenquote von Menschen mit und ohne Behinderungen: In den USA waren 2019 durchschnittlich 30,9 Prozent der 16- bis 64-jährigen Menschen mit Behinderungen erwerbstätig, aber 74,6 Prozent der Menschen ohne Behinderungen.
Im Unterschied zur Erfassung der Erwerbstätigkeit von Menschen mit Behinderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, bei der im Mikrozensus der vom Versorgungsamt zuerkannte Grad der Behinderung als Indikator gilt (Flüter-Hoffmann/ Kurtenacker, 2020), ist die Bezeichnung „Menschen mit Behinderungen“ in der amerikanischen Beschäftigungsstatistik eine Selbstzuschreibung: Knapp 30 Millionen Menschen ab 16 Jahren bezeichnen sich in der amerikanischen Arbeitsmarktstatistik, die über das CPS (Current Population Survey) erstellt wird, als behindert (siehe Tabelle).
Andrea Kurtenackerleitet das Kompetenzfeld berufliche Teilhabe und Inklusion beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre absolvierte sie an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln.
Christiane Flüter-Hoffmannforscht im Bereich Personalpolitik für das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Sie studierte Erziehungswissenschaften, Germanistik, Slawistik und Komparatistik an der Universität Bonn und dem Elmira College in New York.
Ob Analysten, Portfoliomanager oder CEOs: Unsere Experten sind Marktprofis aus dem Asset Management, die ihre Einblicke mit Ihnen teilen. Sie liefern klare Markteinschätzungen, fundierte Analysen und berichten darüber, wie sie ihre Strategien taktisch anpassen.
Neue Artikel verfügbar!
Vertiefen Sie Ihr Fachwissen mit unseren neuesten Insights.
Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie sofortigen Zugang zu allen Premium-Inhalten
Registrierung fast abgeschlossen!Abonnement fast abgeschlossen!
Wir haben Ihnen eine Bestätigungs-E-Mail gesendet.
1
E-Mail-Postfach prüfen
Schauen Sie in Ihr E-Mail-Postfach nach unserer Bestätigungsmail.
2
Spam-Ordner kontrollieren
Falls Sie keine E-Mail erhalten haben, prüfen Sie bitte auch Ihren Spam- oder Junk-Ordner.
3
Link bestätigen
Klicken Sie auf den Bestätigungslink in der E-Mail, um Ihre Registrierung abzuschließen.
Klicken Sie auf den Bestätigungslink in der E-Mail, um Ihre Anmeldung abzuschließen.
Hinweis: Die Bestätigungsmail sollte innerhalb weniger Minuten bei Ihnen ankommen. Sollten Sie nach 10 Minuten noch keine E-Mail erhalten haben, kontaktieren Sie bitte unseren Support.