Der Tokyo Tower ist ein 1958 nach dem Vorbild des Eiffelturms in Stahlfachwerkbauweise erbauter Fernsehturm in Tokio: Die Tokioter Großbank Daiwa Securities beteiligt sich am Hamburger Investmenthaus Aquila.  | © Getty Images Foto: Getty Images

Expansionskurs

Japanische Großbank steigt bei Aquila ein

Die auf Sachwertanlagen spezialisierte Aquila Capital Holding mit Sitz in Hamburg hat einen neuen Gesellschafter an Bord geholt. Die japanische Investmentgesellschaft Daiwa Energy & Infrastructure (DEI) hat 40 Prozent der Anteile erworben.

Teil der Transaktion ist auch die Konzerntochter Aquila Capital, in der die Hanseaten ihre auf alternative Anlagen spezialisierte Asset-Management-Einheit untergebracht haben. Aquila Capital konzipiert und managt weltweit alternative Investments für institutionelle Anleger.

Daiwa Energy ist eine Tochtergesellschaft der japanischen Investmentbank Daiwa Securities. Das Mutterunternehmen investiert seit 2012 in erneuerbare Energien. 

Die Beteiligung an Aquila ist für die Japaner mehr als ein Investment. Wie die Hanseaten berichten, wollen beide Unternehmen eine strategische Partnerschaft aufbauen. Aquila will mit diesem Schritt weitere Anlagemöglichkeiten für Investoren im asiatisch-pazifischen Raum erschließen.

Aquila Capital verwaltet rund 9,5 Milliarden Euro für eine Vielzahl von institutionellen Investoren in Europa und Asien. Roman Rosslenbroich, Vorstandschef (CEO) und neben Dieter Rentsch einer der Gründer von Aquila Capital, betrachtet Daiwa als langfristigen Partner.

Beide Parteien kennen sich. Rosslenbroich erläutert: „Im Rahmen unserer Investitionen in japanischen Solaranlagen arbeiten wir schon seit Langem partnerschaftlich mit Daiwa zusammen. Mit Blick auf die industrielle Logik, unser gemeinsames Verständnis der Bedeutung alternativer Investitionen und unsere Unternehmenskultur passen wir ideal zusammen.“ Aquila Capital soll aber auch weiterhin als unabhängiges Unternehmen auftreten, so Rosslenbroich.

Die zuständigen Kartell- und andere Aufsichtsbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen, erläutert die Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle. Sie hatte Daiwa bei dem Investment beraten.

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